Gästebuch  
Diesen Eintrag kommentieren. Zurück zum Gästebuch | Administration
Ins Gästebuch eintragen:
29) Eliane & Marcel 
Ort:
Darwin
IP gespeichert Mozilla/4.0 (compatible; MSIE 6.0; Windows 98; FunWebProducts)
Montag, 10 Mai 2004 06:09

Die Reise zwischen Perth und Darwin zu beschreiben wird schwierig - wir haben sooooo viel gesehen, sooooo viele Foeteli gemacht und soooo viel erlebt... Seit Stunden sitzen wir im Internet und versuchen aus den 1000 Bildern einige fuer Euch auszusuchen...

In Perth haben wir uns wirklich gut erholen koennen. Nebst viel Faulenzen, besuchten wir auch die Mini-Insel Rottnest. Lange weisse Straende, kleine Buchten, wir mit dem Fahrrad unterwegs(dort gibts keine Autos), schnorcheln, schwimmen, kurz: Ein tolles flecklein dieses Inselchen!

Dann ging unser Reiseleben im Busslein wieder los, und als erstes fuhren wir zu den bekannten Pinnacles. Bis zu 4 Meter hoch sind diese Kalksteinsaeulen, und sie stehen, wie so vieles hier in Australien, einfach im Nichts herum! Obwohl wir immer brav die Geschichten rund um die Entstehung solcher Formationen lesen, ist es einfach schwer verstaendlich solche Wunder nachzuvollziehen. Ausserdem hatten wir unheimliches Glueck mit dem Licht, die untergehende Sonne leuchtete genau die Pinnacles an, und im Osten stauten sich bedrohliche Wolken... Schwer sowas gut auf ein Foeteli zu bringen, aber wir habens versucht.

Naechster Stopp und fast ein Muss bei einem Besuch von Western Australia war der Kalbarri N.P. Nach 30 km ungeteerter Wellblechstrasse erreichten auch wir den beruehmten Aussichtspunkt vom Natures Window mit Blick auf den Murchison River. Schon faszinierend, trotz dieser Duerre fliesst hier ein Fluss tief unten in den Schluchten. Noch faszinierender waren allerdings die Unmengen von nervenden Fliegen. Irgendwie gewoehnt man sich einfach nicht an diese Viecher. Haetten wir unsere Hutnetze nicht gehabt, waren wir wohl in die Schlucht gesprungen... Natuerlich gabs im Kalbarri N.P. noch viele weitere enorm schoene Aussichtspunkte, alle waren die Strapazen auf Wellblech zu fahren wert, definitiv!

Next stop war das beruehmt beruechtigte Monkey Mia. Wir sind beide nicht extrem angefressene Delphin-Liebhaber, aber wenn man schon die Gelegenheit hat diese Tiere von so nah zu sehen, dann darf man sich das wirklich nicht entgehen lassen! So standen wir, zusammen mit ca 80 anderen Touris, morgens um 7.30 Uhr knietief im Meer und warteten auf die Delphine. Und siehe da, sie kamen! Zwar nicht so viele (ca 6 Stk.), aber sie schwammen vergnuegt vor unseren Beinen herum, machten lustige Geraeusche und schienen uns anzulachen! Wirklich, wenn man diesen Tieren einmal sooo nah kommt, dann fuehlt man sich irgendwie ganz besonders (obwohl es den 80 anderen Touris wohl aehnlich erging, jeder ist jetzt irgendwie besonders nach diesem Erlebnis smile )

Auf dem Weg zur naechsten "Station", die Coral Bay, fuhren wir noch am unfassbaren Shell Beach vorbei - und machten natuerlich Halt! Wers glaubt oder nicht, dieser ca 5 km lange Strand besteht NUR aus Millionen kreideweissen Minimuscheln! Die Forscher haben noch immer nicht herausgefunden wie so etwas genau an dieser Stelle der Welt ueberhaupt entstehen kann, umso faszinierender ist es diesen Platz mit eigenen Augen zu sehen...

Coral Bay... Wir hatten schon viel gehoert von diesem mit Touris ueberfuellten Badeferienort. Aber wir sind so unheimlich froh dort gewesen zu sein, ein Paradies auf Erden! Nicht der Ort selber, aber die Unterwasserwelt hat uns absolut begeistert. Wir sind ja beide keine Hardcore-Taucher, aber wir avancierten fast zu besessenen Schnorchlern! Vor der Coral Bay liegt der Anfang des beruehmten Ningaloo Reef, einer kleineren Ausgabe des Great Barrier Reef. Der Vorteil liegt schlicht darin, dass man zum Riff schwimmen kann (beim Great Barrier Reef muss man mit dem Boot hin) und mit dem Schnorchel die unglaublichsten Fische und Meeresbewohner sieht! Manchmal kamen wir ganz durchgefroren wieder aus dem Wasser weil wir viel zu lange herumgeschwadert waren... Irgendwann hat Eliane bei einem ihrer eigenen Schnorchelgaenge auch einen Stingray, also eine ziemlich gefaehrliche Rochenart gesehen. Nur wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht das dieses Ding toedlich sein kann - na ja, sie ist zum Glueck nicht zu nah hingegangen, hat das Tierchen aber noch ein paar mal abgelichtet (mit der Einweg-Unterwasserkamera... Schlimm wie wir alles immer foetelen muessen...). Irgendwann haben wir auch ein Viech zwischen Manta und Hai gesehen, sah ziemlich bedrohlich aus und wir sind weit drumherum geschwommen. Spaeter stellte sich dann heruas, dass es ungefaehrlich gewesen waere, aber man weiss ja nie, und wir als Anfaenger...

Im gleichen Zipfel wo auch die Coral Bay liegt, befindet sich Exmouth, ein heisser Ort in Australien... Bei 35 Grad bezogen wir einen Campingplatz und fuhren in den Cape Range N.P. wo es weitere wunderschoene Plaetze zum schnorcheln gab. Aber die Coral Bay blieb in unserer Schnorchel-Hitparade ungeschlagen! Dafuer konnten wir im Cape Range N.P. auch noch einen kurzen Spaziergang in eine der vielen Schluchten machen - lange hielten wir es aber in der brutalen Hitze nicht aus, und wir sprangen bei jeder Gelegenheit ins erfrischende Meer...

Ach ja, mit dem Benzin hatten wir uns im Nationalpark ziemlich verrechnet und dummerweise nicht vollgetankt. Wer in Australien falsch rechnet oder leichtsinnig ist wird ganz einfach bestraft... Wir hatten zwar ein Reservekanister dabei, aber unser Boesslein war so leergelaufen, dass auch das Nachfuellen nichts mehr nuetzte! Und so mussten wir den Automobilclub anrufen (ein paar coole Aussies halfen uns), und just als alles organisiert war, sprang die Karre dann gnaedigerweise doch wieder an. Ok, so wurde der Auftrag fuer den NRMA annuliert und wir fuhren gluecklich zum Campingplatz zurueck und goennten uns eine grosse Glace! Schlaue Kerlchen sind wir, ganz schlau...

Unser naechstes Ziel war wieder einmal ein absolutes Highlight dieser Reise. Der Karijini N.P. Schon nur die Fahrt dorthin war ein einmaliges Erlebnis. Ploetzlich aenderte sich die Landschaft, Graeser wuchsen auf der tiefroten Erde, ein Bild wie - keine Ahnung... Wieder mussten wir ziemlich viel ungeteerte Strasse unter die Raeder nehmen, aber wir haben uns an diese Situationen gewohnt. Wenn man was sehen will, muss man einfach ueber solche Strassen holpern! Als wir endlich einen bekannten Lookaut erreichten, konnten wir in 200 Meter tiefe Schluchten sehen, und da die Wet-Season noch nicht so lange vorbei war, floss in jeder Schlucht auch ein wenig Wasser. Ok, eine Schlucht... Fuer uns Schweizer ja wohl nichts was uns umhaut!? Oder doch? Nun, wenn diese Schluchten Farben haben die man sich nicht einmal in den kuehnsten Traeumen zusammenstellen kann, dann ist diese Schlucht etwas besonderes! Schaut die Foeteli an, dann bekommt Ihr einen kleinen Geschmack davon...
Ebenfalls in diesem Park wanderten wir dann zu einem bekannten Suesswasserpool, dem Handrail Pool. Wir finden keine Worte um Euch diese Gegend gebuehrend zu umschreiben. Wir koennen nur sagen, dass wir dort in einer anderen Welt waren, einer zufriedenen, faszinierenden, stillen, traumhaften Welt...

Irgendwann landeten wir dann in Broome, ein groesseres Dorf im hohen Nordwesten von Western Australia. Broome ist auch bekannt fuer seinen super schoenen Strand und seine Sonnenuntergaenge - und fuer seine feuchte Hitze. Spaetestens jetzt wurde uns bewusst: Wir sind in den Tropen angekommen... Bitter an der Geschichte ist nur, dass man ab Broome ein erfrischendes Bad im Meer vergessen muss. Ab hier gibt es nur noch boese Wuerfelquallen und ziemlich lange Kroks mit ziemlich hungrigen Baeuchen. So schwadern wir wenn es geht immer in einem Pool eines Campingplatzes umher, denn Abkuehlen muss man sich hier oben einfach...

In dieser Region befinden sich die Kimberlys, die wohl noch am wenigsten erkundete Region Australiens, und gleichzeitig ein Nationalpark etwas groesser als Deutschland. Eigentlich wollten wir ja einen 4WD Ausflug zu sehr bekannten Schluchten und Felsformationen machen. Aber die Preise waren jenseits von Gut und Boese, und so fuhren wir weiter bis Fitzroy Crossing, von wo aus wir eine Bootstour in die Geike George machten. Wow, hier sahen wir die ersten Suesswasserkroks herumliegen, absoluter Wahnsinn (die sogenannten "Freshies" sind ja ziemlich klein und "harmlos", die "Salties" hingegen sind ziemlich boese und haben Touris zum fressen gern...). Ein absolut genialer Ausflug, und das ganze nur fuer $20.- pro Person, das ist doch mal was!

Und so gelangen wir zu unserem mega giga Flug ueber die Bungle Bungles! Wir wussten von Bekannten (merci Chrigel&Brigitte) dass wir uns dort unbedingt einen Flug leisten sollten. Just an Marcels Geburi wars dann soweit, wir hoben im wahrsten Sinne des Wortes ab! Wir flogen ueber den riesigen Lake Argyle, ueber die Texas Downs die wie von einem Kuenstler gefaltet unter uns lagen - und dann sahen wir sie, die Bungles! Ein Bild nicht ganz von dieser Welt... Wir koennen diese Sandsteingebilde auch gar nicht gut beschreiben, das muss man einfach gesehen haben. Von der Form her sind diese Felsen wie verschiedengrosse Mohrenkoepfe. Von den Farben her wie... hmmm... alle Australischen Braun- Gelb- und Rottoene die man sich vorstellen kann, immer schoen aufeinandergeschichtet! Wir landeten sogar in dieser "Welt" und machten eine supergeniale Tour mit einem eingefleischten Aussie. An diesem Tag lernten wir mehr ueber die Aboriginals als waehrend unserer ganzen Reise! Der Ausflug war seeeeehr teuer, aber er war auch jeden Cent wert!

Ja ja, so sind wir dann weiter gefahren und haben Western Australia verlassen um dem naechsten Staat einen Besuch abzustatten, dem Northern Territory. Und hier sind wir nun, in Darwin. Es ist heiss. Und feucht. Und wir schwitzen aus allen Pooren... Aber der Lifestyle hier oben gefaellt uns sehr, und man kann es absolut gut aushalten hier! Ausserdem wollen uns etwas erholen von all diesen Naturwundern die wir gesehen haben, und deshalb geniessen wir ein kleines Appartment mit einer tollen Aircondition! Morgen geht die Reise dann weiter Richtung Litchfield und Kakadu N.P., spaeter dann ins Landesinnere Richtung Alice Springs. Es bleiben noch knapp 2 Monate. Vom Zeitplan her sollten wirs mehr oder weniger im Griff haben!

Wir melden uns bald wieder bei Euch - und wir schicken Euch allen die herzlichsten Gruesse! Take care! e&m

ps: langsam wirds schwierig immer Superlative zu finden um Euch unsere Erlebnisse zu beschreiben smile
Kommentare:
:-) :-( ;-)
:o :D :p
:cool: :rolleyes: :mad:
:eek: :confused:
Name:
Passwort:
HTML-Code deaktiviert
Smilies aktiviert
AG Code deaktiviert
Powered by Lazarus Guestbook from carbonize.co.uk