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Samstag, 16 Dezember 2017 09:50
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38) Jasa SEO Murah 
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Freitag, 6 November 2015 07:30 Kommentar schreiben

bagus webnya
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Hamburg
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Mittwoch, 4 Juni 2014 16:38 Kommentar schreiben

Tolle Seite, gefällt mir sehr gut! Ziemlich beeindruckend!
36) Salvi 
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Mittwoch, 11 Januar 2006 21:32 Kommentar schreiben

Eine super Seite, schöne Bilder! Gratuliere! smile

Falls Ihr Euch für Island, Australien, Yukon, Alaska, etc. interessiert, schaut auf meiner Photo-Seite vorbei!

http://www.lvisberg.ch
35) Eliane & Marcel 
Ort:
Biglen
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Dienstag, 9 November 2004 09:41 Kommentar schreiben

So, wir sind also wieder in der Schweiz... Gestern Abend nach ca. 32 Std. Reise sind wir wohlbehalten in Biglen angekommen. Die Fluege waren ok. Der Air New Zealand Jumbo von LA nach London war halb leer, so konnten wir je eine dreier Sitzreihe fuer uns in Beschlag nehmen... In London mussten wir leider wegen der sch**** Swiss den Flughafen wechseln. Es gibt also keinen Transferbus von Heathrow nach London City... So mussten wir mit all unserem Gepaeck mit der U-Bahn und Bus quer durch London... Naja, auch das haben wir geschafft.

See ya soon
34) Eliane & Marcel 
Ort:
Vancouver
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Dienstag, 2 November 2004 03:49 Kommentar schreiben

Und so geht unsere grosse Reise dem Ende zu... In einer Woche sind wir bereits in der Schweiz, wow! Bevor wir aber von Vancouver Richtung Seattle abfahren, wollen wir natuerlich noch den Reisebericht vervollstaendigen.

Nach unserem Aufenthalt in Whitehorse fuhren wir via Alaska Highway Richtung Suedwesten nach Watson Lake. Wohl oder uebel uebernachteten wir wieder einmal auf einem schrecklichen Campingplatz... Duschen und WC in irgendeiner schaebigen Baracke, verrostete Autos und Truckteile ums Haus herum, ungemuetliche Atmosphaere. Wir wollten also am naechsten Tag unbedingt weg von diesem Ort, weiter Richtung Jasper und Banff Nationalparks. Nur wurden wir in der Nacht von Schneefall ueberrascht! Die weisse Pracht lag nicht nur auf unserem Van, sondern klebte auch viel zu gut auf den Strassen. Wir erkundigten uns bei Polizei und Strasseninfo, und es wurde von einer Reise auf dem Highway Richtung Sueden abgeraten. Fuer die Strecke von Watson Lake bis Jasper hatten wir zwei Fahrtage einberechnet, daraus wurden aber vier der muehsamsten und schweisstreibendsten der ganzen Reise! Der Schnee lag teilweise bis zu 10 cm auf den Strassen, und unser Van mit den Sommer-Herbst-Winter-Fruehling-Reifen rutschte teilweise ziemlich auf der Strasse umher. Uns war ganz und gar nicht wohl, und wir machten schon Plaene Kanada links liegen zu lassen und direkt in die USA zu fahren. Irgendwann beruhigte sich das Wetter dann doch noch, und wir erfuhren mit Freunden, dass die Strassen in den Rocky Mountains schneefrei waren. Also war der Fall fuer uns Klar, und nach etlichen Schneestuermen, Wirbelwinden und eiskalten Naechten erreichten wir Jasper am 21. September dann doch noch.

Das Wetter spielte wieder besser mit, und wir konnten auch das Campen wieder mehr geniessen! Es gibt doch nichts schoeneres als bei angenehmen Temperaturen im Walde zu sitzen, einen Tee zu trinken, etwas zu lesen oder ins Tagebuch zu kritzeln. Solche Tage wurden in letzter Zeit sehr rar, also ehrten wir jeden guten Tag umso mehr!
In Jasper machten wir das obligate Touristenprogramm. Wir wanderten im Maligne Canyon, am Maligne See entlang, zum Moose Lake und erkundeten noch weitere Wanderwege. Wenn wir abends wieder zurueck zum Campingplatz im Walde fuhren, ging es meist nicht lange und wir hatten Gesellschaft von bruenstigen Hirschen! Ziemlich imposant wie die Maennchen herumschreien koennen, die Laute erinnern eher an ein weinendes Kind als an ein Tier...

Jasper bescherte uns nebst wunderschoenen Seen, Schluchten und Waeldern auch ein unverhofftes kulinarisches Highlight: Wir assen Kaesefondue in einem Schweizer Restaurant, hmmmmmmmmmh, sooooo etwas herrliches! Natuerlich stand das Fondue in keiner Konkurrenz zu Mutters Mischung, aber es war tatsaechlich gar nicht so uebel.

Als naechstes nahmen wir den beruehmten Icefield Parkway in Angriff. Bei stahlblauem Himmel staunten wir wie sich tuerkisfarbenes Wasser ueber einen Abgrund stuerzte, erkundeten maechtige Gletscher und wanderten auf einen atemberaubenden Aussichtsberg hinauf! So nebenbei warteten noch zwei Bergziegen an einem Strassenrand auf uns und posierten vor diesem fantastischen Panorama (siehe Fotos). Und zu guter Letzt kamen sie langsam aber sicher in Sicht, die unvergleichlichen, unbeschreiblichen, in saemtlichen Blau-Gruen-Toenen leuchtenden Seen der Rocky Mountains. Wir haben ein paar Bilder aufs Netz geladen, aber wir koennen Euch eines versichern: Die tatsaechliche Farbe die das menschliche Auge sieht, kann von keiner Kamera auf dieser Welt erfasst werden!

In Lake Louise wanderten wir weitere drei Tage in den Bergen umher, und natuerlich bestaunten wir das eindrueckliche Hotel Fairmont Chateau. Letzter Aufenthalt in dieser Region war Banff, und nach weiteren Wanderungen, gemuetlichen Shoppingtouren und drei wundervollen Herbsttage verabschiedeten wir uns erst mal von den Rockies.

Calgary - die Weizen-, Vieh- und Oelmetropole Albertas. Wir nahmen uns die Zeit um immerhin einen Tag lang das Zentrum zu erkunden. Eine gemuetliche Stadt mit Cowboys und einem riesigen ueberdachten tropischen Garten inmitten von einem Einkaufszentrum (Devonian Gardens). In Calgary mussten wir uns langsam aber sicher Gedanken machen wie unsere Reise weiter verlaufen sollte - wir hatten ja noch einen ganzen Monat vor uns bevor wir in Vancouver eintreffen wollten. So machten wir einen weiteren "Abstecher" nach Edmonton. Und siehe da, wir verbrachten ganze vier Tage in diesem gemuetlichen Staedtchen mit fast einer Million Einwohner. Wir goennten uns Kinofilme, schlenderten durch die Strassen und irrten einen ganzen Tag lang im grossten ueberdachten Einkaufs- und Vergnuegungszentrum der Welt umher! So etwas verruecktes, die West Edmonton Mall muss man fast gesehen haben um es zu glauben. Ueber 800 Laeden, 110 Restaurants, 6 Kaufhaeuser und 26 Kinos. 23'000 Menschen sind in diesem Zentrum beschaeftigt!!! Damit aber nicht genug: Das Zentrum hat den weltgroessten Indoor-Rollercoaster Park, eine Go-Kart-Bahn, ein U-Boot, ein Eisfeld und einen riesigen Wasserpark. Ihr seht, wir konnten uns dort sehr gut beschaeftigen smile


Etwas westlich von Edmonton befindet sich der Elk Island National Park, bekannt vor allem wegen der Bisons. Dieser Park war ein unerwartetes Highlight dieser Reise. Nebst dutzenden von Bisons sahen wir auch 8 - 10 Biber, machten eine wunderschoene Wanderung in die Wildnis und uebernachteten wieder einmal auf einem herzigen Campingplatz mit tollen Duschen, herrlich!

Unsere Reiseroute nahm einen interessanten Verlauf, wir fuhren naemlich ueber unendliche Felder in eine voellig unerwartete Region Kanadas: Albertas Badlands - karge, durch Erosion entstandene Landschaften zerkluefteter Sandsteinformationen. Wir konnten es kaum glauben, eine solch faszinierende Seite Kanadas die schlichtweg nicht vermarktet wird! Wir sahen die kuriosesten Formationen, wanderten in Mondlandschaften und fanden Fossilien! Wir standen in Gedanken versunken an einem tiefen Abgrund wo die Indianer vor Jahrhunderte ganze Bisonherden darueber hinaus jagten... Und wir verbrachten fast einen ganzen Tag im wohl eindruecklichsten Dinosauriermuseum dieser Welt, im Royal Tyrrell Museum. In dieser Region fand man unzaehlige Dinoskelette aller erdenklicher Spezies, und noch heute sind viele Teile des Provincial Parks gesperrt wegen Forschungszwecken.
Nun, wir waren wohl eine ganze Woche in den Badlands von Alberta, und wir koennen nur jedem empfehlen einmal dorthin zu fahren. Nie haetten wir so etwas in Kanada erwartet! Schaut Euch die Bilder dazu an, und Ihr bekommt vielleicht einen kleinen Eindruck...

11. Oktober 2004, Thanksgiving. Wir sind im Waterton N.P. an der Grenze zur USA angekommen. Es windete uns fast auf den stuermischen See hinaus, und das Kaff war voellig ausgestorben! Weit und breit sah man keine Leute, teilweise waren die Fenster bereits mit Holzladen verbarrikadiert worden. Die Boote wurden aus dem See gehoben und winterdicht gemacht, der einzige offene Laden im Dorf war ein Glace-Shop!!! Uns wurde langsam bewusst, dass wir wohl bald nach Vancouver fahren wuerden. Thanksgiving war mehr oder weniger DER Stichtag, ganz Kanada schien die Sommersaison abzuschliessen. Trotzdem machten wir im Waterton N.P. noch eine wunderbare Wanderung zum Summit Lake hinauf (1'800M, eiskalt), und als wir oben ankahmen sahen wir doch tatsaechlich noch zwei Moose beim See grasen! Wir gluecklichen!
Ausserdem besuchten wir bei Waterton noch den Red Rock Canyon, ziemlich unwirklich (siehe Foto)...

Tja, so ueberquerten wir ein letztes Mal die Rockies Richtung British Columbia. Das Wetter war mehrheitlich nur noch schrecklich. Gerne haetten wir uns noch den Kootenay und den Yoho N.P. genauer angeschaut, aber leider wurde daraus nichts mehr. Der Winter hielt wieder einmal Einzug, und wir wollten keine weitere Schlittelaktion riskieren! Auch im Glacier N.P. sahen wir nicht so viel, die Wolken hingen viel zu tief. Wir verbrachten hier und da eine Nacht, gingen die Tage gemuetlich an und naeherten uns Vancouver immer mehr. Irgendwann wurde klar, dass der regnerische Herbst wohl definitiv ins Land gekommen war, und erzwingen wollten wir nichts mehr. Somit stand auch fest, dass wir unseren Flug etwas vorverschieben wuerden. Auf dem Weg nach Whistler hatten wir noch einen recht guten Tag mit etwas Sonnenschein, und ab und zu sahen wir glasklare Seen, Herbstbaeume und schneebedeckte Tannen, wunderschoen!!! In Lillooet, ein winziges Kaff, ca. 80 km noerdlich von Whistler, machten wir kurz in einer deutschen Baeckerei Halt. Wir konnten unsere Aufregung kaum im Zaum halten als wir das RICHTIGE BROT im Gestell sahen! Richtiges Brot, nach ueber 11 Monaten! Wir muessen wohl nicht weiter beschreiben wie gluecklich uns dies machte...

Whistler, 21.10.04.: Wir goennen uns zum Abschluss ein ultra giga mega tolles Hotel zu einem SPOTPREIS!!! Nebensaison, kein Mensch ist in Whistler, die Hoteliers stehen in einem riesigen Preiskampf um jeden Kunden - unser Glueck! Na ja, wir werden wohl nie mehr in unserem Leben vier Naechte in einem 4,5 Sterne Hotel verbringen koennen, aber wir werden auch nie mehr diese 4 Naechte vergessen! Schlichtweg himmlisch nach 11 Monaten Camping, dreckigen WC & Duschen, Minibett, zwei Kochplatten und engem Raum...

Am 24.10. sind wir dann in Vancouver angekommen. Elianes Homestayfamily von 1995 erwartete uns mit einem Festmahl und einem freudigen Wiedersehen! Seither geniessen wir jeden Tag in diesem tollen Haus in Westvancouver. Wenn mal die Sonne scheint steigen wir aufs Velo oder erkunden die Stadt. Wir schlafen viel, machen einen letzten Service an unserem Auto und bereiten uns psychisch auf die Heimreise vor!


Ein paar letzte Gedanken?

Was soll man schon gross sagen wenn man das Privileg hatte ein Jahr lang auf Reisen zu gehen...
Wir sind unheimlich gluecklich und dankbar konnten wir uns diesen Traum verwirklichen! Wir sind gesund geblieben, und wurden von boesen Ereignissen verschont! Wir finden keine Worte um Euch zu sagen wie reich wir geworden sind - auch wenn wir auf der Bank fast nichts mehr haben!

Wir sind uns einig: Diese Reise ist das Beste was wir je in unserem Leben gemacht haben.

Bis bald, wir freuen uns auf Euch alle!

Eliane & Marcel
33) Eliane & Marcel 
Ort:
Whitehorse, Yukon
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Donnerstag, 16 September 2004 00:07 Kommentar schreiben

Dear folks...

Unsere Reise verlaeuft weiterhin nach unseren kuehnsten Wuenschen - alles Paletti, das Auto laeuft, und wir koennen es noch immer in vollen Zuegen geniessen!

Als Fairbanks in dicken Rauchwolken 'verschwand', haben wir uns Richtung Denali N.P. auf den Weg gemacht. Eigentlich hatten wir vor uns mit dem Zelt im Park selber einzunisten und ein paar Tage zu geniessen. Leider mussten wir aber feststellen, dass saemtliche Zeltplaetze bis Ende August ausgebucht waren! So blieb uns nichts anderes uebrig, als eine Tagestour mit dem Bus zu machen. Wir warteten drei Tage bis das Wetter mitzumachen schien bevor wir die 11-stuendige Fahrt in Angriff nahmen. Mit dem ersten Bus im Morgengrauen ging es los in die Wildnis. Ueberall hing noch der Nebel in der nassen Tundra, und als langsam die Sonne ihre waermenden Strahlen zeigte sahen wir auch schon die ersten Tiere. Eine ziemlich grosse Herde Caribous graste friedlich 50 Meter von unserem Bus entfernt. Diese Tiere haben riiiiiesengrosse Geweihe, kaum zu glauben was die fuer ein Gewicht mit sich tragen! Bald darauf sahen wir ein paar Moose die gemuetlich ueber die Tundra liefen, und zu unserem Glueck zeigte sich auch ein Grizzly in weiter Ferne. Die Stimmung war so mystisch und perfekt in diesem Nationalpark, und jeder im Bus wurde von der Schoenheit und Perfektion der Natur in Bann gezogen. Wir waren natuerlich sehr gespannt ob wir den Berg der Berge sehen wuerden. Da der Mt. McKinley so ueberragend hoch ist, kreiert er sozusagen sein eigenes Wetter. Nur gerade 30% vom Jahr kann man ihn bewundern, ansonsten ist er irgendwo hinter Wolken versteckt. Ihr ahnt es, wir hatten wieder einmal Glueck! Im Morgenrot zeigte sich 'der Grosse', und wir standen ganz ehrfuerchtig vor dem maechtigsten Berg Nordamerikas... Obwohl uns nach der Denali-Fahrt unser Hintern fast weh tat erlebten wir einen unvergesslichen Tag!

Danach schlich sich der Rauch von Fairbanks auch in diese Gegend. Es war fuerchterlich. Die Sonne verschwand zeitweise fast im dicken Nebel, und von Bergen war weit und breit nichts mehr zu sehen! So machten wir uns auf Richtung Anchorage, in der Hoffnung dort auf bessere Bedingungen zu treffen. Leider war aber auch Anchorage in Rauch gehuellt - die Waldbrande dieses Jahr gehoerten zu den schlimmsten die Alaska jemals gesehen hat.

Nach ein paar Tagen Internet und Stadtleben reisten wir auf die Kenai Peninsula. Seward war unser erstes Ziel. Von dort aus machten wir eine Bootstour in den Kenaj Fjords N.P.. Ihr koennt dazu die Foeteli anschauen, nur soviel: Wir hatten uns gewuenscht die ins Meer kalbenden Gletscher bei tollem Wetter und besten Bedingungen zu sehen - und unser Wunsch ging in Erfuellung! Ausserdem sahen wir unzaehlige Tiere, von Delphinen ueber Wale bis zu Robben und Puffins (siehe Foeteli), es war wieder einmal alles perfekt...

Bei Seward gab es eine absolut geniale Wanderung der Moraene des Exit Glaciers entlang! Natuerlich kletterten wir auch dort hinauf, ziemlich anstrengend, aber wohl eine der schoensten Wanderungen die wir beide jemals gemacht haben. Oben angekommen konnten wir ueber das riesige Harding Eisfeld sehen, und das Ausmass des Eises gab uns nur eine kleine Vorstellung davon wie riesig der ganze Nationalpark doch ist!

Auf der Kenai Peninsula besuchten wir natuerlich auch Homer. Fuer uns Schweizer ist es schwer nachvollziehbar wie die Menschen an einem solchen Ort auf der Welt leben koennen. Wer in Homer nicht in der Fischindustrie arbeitet ist wohl voellig abnormal... Fischen bedeutet hier alles - siehe Foeteli als Beweis dazu...

Zurueck in Anchorage machten wir uns parat fuer unseren Tripp zum Katmai N.P.. Wir mussten einen teuren Flug buchen um ueberhaupt in diese Wildnis zu gelangen, aber die lachsfischenden Baeren wollten wir uns einfach um keinen Preis entgehen lassen!
So flogen wir eine Stunde Richtung Suedwesten, landeten in King Salmon und stiegen um in ein Wasserflugzeug. Wow, wir sind ja nun wirklich schon viel geflogen, aber mit einem Wasserflugzeug zu starten und landen ist etwas absolut spezielles! Eliane als Co-Pilotin knippste sich fast die Finger wund, obwohl wir beim Hinflug nicht das beste Wetter hatten (dafuer war der Rueckflug absolut einmalig!).
Als wir unser Ziel, das Brooks Camp, erreichten, sahen wir schon vom Flugzeug aus den ersten Baeren! Wir flippten fast aus und konnten es nicht glauben endlich hier zu sein... Zuerst mussten wir zu den Parkrangern und ein Briefing absolvieren, mit den Baeren ist schlicht nicht zu spassen! Danach ging es aber schleunigst los zu den Aussichtsplattformen. Die ersten Baeren zeigten sich schon auf dem Weg zur ersten Plattform, wir waren ja so aufgeregt, spazierten zusammen mit diesen riesigen Baeren auf den gleichen Wegen, wahnsinn!!! Immer genug Abstand, und wenn sich einer naehert, langsam den Rueckzug antreten...
Bei Brooks Fall, dem beruehmten Wasserfall wo die Baeren immer nach Lachs fischen, konnten wir uns jeweils gar nicht mehr losreissen. Ein Baer sass jeden Tag mitten im Wasserfall in seinem Jacuzzi und wartete darauf dass ihm ein Lachs ins Maul flog! So ein faules Tier, aber ein sicherer Wert am Wasserfall smile Weiterhin konnten wir in dieser Region oft eine Mutter mit zwei einjaehrigen Kleinen beobachten. Diese putzigen Kerlchen sehen so unheimlich suess aus dass man sie am liebsten knuddeln moechte. Aber wehe, man komme einer Baerenmutter mit Kleinen besser nie zu nahe!
Eines Tages hatten auch wir eine Baerenbegegnung der besonderen Art. Wir waren auf dem Weg vom Wasserfall zurueck zum Campingplatz und mussten einem Waldpfad entlang gehen. Es waren noch zwei andere Leute mit uns unterwegs als wir den ersten Baeren 10 Meter neben dem Weg im Wald liegen sahen. Der Kerl wollte sich einfach nicht wegbewegen, obwohl wir wirklich Krach machten. So entschieden wir uns in der Gruppe neben ihm vorbei zu gehen. Kaum hatten wir ihn hinter uns gelassen kam uns aber auf unserem Pfad ein weiterer Riesenkoloss entgegen! Hilfe! Also traten wir in der Gruppe den Rueckzug an. Der Baer fand es wohl lustig uns etwas Angst einzujagen, denn er beschleunigte seinen Schritt und schien zu rennen so schnell wurde er... Wir mussten also ebenfalls einen Zacken zulegen, aber ohne zu rennen, denn dies wuerde dem Baeren zeigen dass wir potentielle Beute fuer ihn sind! Diese Szene verging in ca einer Minute, aber uns sank das Herz in die Hosen, unvergesslich... Schlussendlich entschied sich der Baer dann doch fuer einen Pfad irgendwo im Dickicht, und wir konnten endlich aufatmen...
Wir koennen nicht jede Begegnung mit den Baeren schildern, es gab einfach viel zu viele davon. Wir wissen auch nicht wie viele Baeren wir im Total gesehen haben, keine Ahnung! Wir koennen nur ein Fazit aus diesem teuren Tripp ziehen: Wir wuerden jederzeit wieder dorthin gehen, es war einfach gigantisch!!!

Wieder in Anchorage - diese Stadt kennen wir nun wirklich gut! Das Wetter war ploetzlich wunderschoen, der Rauch verflogen. So beschlossen wir, noch einmal Richtung Denali zu fahren um den Berg vielleicht doch noch von der anderen Seite zu sehen. Und wir sahen ihn! Bei einer Wanderung um einen See spiegelte er sich sogar noch im Wasser, Bilderbuch, Postkarte, absolut Perfekt...

Nun hiess es den Weg Richtung Kanada einzuschlagen. Auf der Fahrt zur Grenze wurde uns ein paar Mal bewusst dass der Herbst Einzug gehalten hatte. Wir sahen farbige Blaetter an den Baeumen, und in der Nacht wurde es schon empfindlich kalt! Zum Glueck haben wir ja eine Heizung im Bus, sonst waere es nicht mehr so gemuetlich zu campen...

Den letzten Abstecher nach Alaska machten wir via Haines und Skagway. Diese zwei Zipfel gehoeren noch zu Amerika, obwohl sie eigentlich schon in British Columbia liegen. Wir konnten noch einmal Gletscher und Berge geniessen, und als es schlussendlich einen Tag lang nur noch regnete ruhten wir uns in unserem gemuetlichen Busslein aus und genossen das Nichtstun!

Nun sind wir also in Whitehorse angelangt. Das Alaska Abenteuer ist bereits Geschichte. Wir sind absolut begeistert, und wieder einmal koennen wir sagen, dass wir dank viel Zeit eine perfekte Reise hatten und enorm viel gesehen haben.

Gestern mussten wir uebrigens durch eine 5 cm dicke Schicht Schneeregen fahren! Ein weiteres Zeichen dass die Zeit ziemlich schnell vorbei geht... Unsere Plaene waeren eigentlich klar, in ein paar Tagen sollten wir Jasper erreichen. Bleibt zu hoffen, dass die weisse Pracht noch nicht in ganz Kanada Einzug gehalten hat, sonst muessen wir wohl unsere Plaene leicht aendern. Mal abwarten und sehen was uns noch alles bevorsteht!

Bis bald - schon bald heisst es auch fuer uns "zurueck ins normale Leben"...

e&m
32) kerstin 
kerstin.zuttel@statravel.ch
Ort:
zürich
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Donnerstag, 9 September 2004 08:41 Kommentar schreiben E-Mail senden

hallo ihr zwei.
danke viel-vielmals für die karte. ich habe mich riesig gefreut.

bei mir gibts kaum news..

freue mich auf deine persönlichen berichte eliane. noch ganz viel spass.

liebe grüsse aus zürich
kerstin
31) Eliane & Marcel 
Ort:
Fairbanks
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Dienstag, 10 August 2004 06:46 Kommentar schreiben

Was? Fairbanks - Alaska??? Yes, da sind wir zur Zeit!!!

Seit wir nordamerikanischen Boden betreten haben, konnten wir bis jetzt beim besten Willen kein geeignetes Internet mehr finden um unsere Foeteli und einen weiteren Reisebericht raufzuladen! Irgendwie scheint die Erfindung des Internets hierzulande noch keinen so grossen Anklang gefunden zu haben. Und unsere Natelverbindung funktioniert seit Vancouver Island ebenfalls nicht mehr, so etwas aber auch! Nun, Empfang zu haben waere wohl auch in den noerdlichsten Gefielden kein Problem, haette die Swisscom nur Vertraege mit den einzelnen Telefongesellschaften abgeschlossen...

Anyway, wir leben noch, und es geht und noch immer absolut fantastisch!

Der Abflug von Sydney fiel uns beiden enorm schwer. Obwohl wir nach 4 Tagen Stadtleben ein wenig Erholung brauchten, lief zumindest Eliane ein Traenchen runter als wir die Oper und die Harbour Bridge ein letztes Mal vom Flieger aus sahen... Adee geliebtes Australien! Via Auckland, Neuseeland, erreichten wir abends um 9.30h Fiji. Der Flug dorthin war das holprigste was wir beide jemals erlebt hatten - die Turbulenzen liessen unsere Kaffeetassen und Fertigmenus auf und ab huepfen! Wir waren ziemlich erleichtert endlich die Hauptinsel der Fiji Inseln erreicht zu haben! Per Transfer ging es in ein kleines billiges Motel wo wir eine Nacht lang versuchten auf der federnden Matratze ein Auge zuzutun. Schlussendlich mussten wir das Bett auseinander nehmen und am Boden schlafen... Ganz witzig war aber, dass wir kurz nach unserer Ankunft im Motel einen kleinen Fruechtekorb aufs Zimmer bekamen - "and congratulations for your wedding"!!! Wir hatten das Arrangement ja bereits in Perth gebucht, und da der Reiseberater uns wohl ziemlich nett fand, hat er den Remark "Honeymoon" in die Buchung getippt. Wer haette das gedacht, ohne den geringsten Nachweis haben die Fijianer uns das geglaubt und uns also mit einem Fruechtekorb beglueckt! Wir hatten auf alle Faelle unser "Gaudi" - und keine Angst, gereiratet haben wir nur auf der Buchung unserer Fiji Reise smile

Am naechsten Tag ging es per Boot auf unsere Insel wo wir sechs Tage lang bleiben wollten. Wir hatten uns das zuvor wirklich gut ueberlegt. Einerseits war da der Aspekt, dass wir ja eigentlich etwas von Fiji, der Natur und den Menschen dort sehen wollten. Andererseits brauchten wir dringend ein paar Tage Erholung. Wir waren einfach muede vom Reisen! Also hatten wir uns fuer Faulenzferien entschieden. Wir waren positiv von der Insel und unserem riesigen Hotelzimmer ueberrascht, nach dem Schreckmotel vom Vorabend hatten wir uns auf alles gefasst gemacht... Und siehe da, kurz nach Zimmerbezug klopfte es wieder an unsere Tuere, und dieses Mal bekamen wir eine Flasche Schampus, einen grossen Fruechtekorb und zwei Zulus - "Happy Honeymoon and congratulations!" Wir lachten uns fast schief und genossen den Schampus am Abend bei Sonnenuntergang - dazu ein paar frische Schnitze Kokosnuss, und die Welt war einfach in Ordnung...
Und so sah unser Tagesablauf aus: Aufstehen ca um 9 Uhr, Badehose anziehen, Pareo drueber, Fruehstuecksbuffet, Baeuche vollstopfen, am herrlichen Strand eine Liege beschlagnahmen, doesen, ins lauwarme Wasser huepfen, schnorcheln, Fische bewundern, doesen, Kokosnuss knacken, herumspazieren, doesen, zueueck ins Zimmer, duschen, doesen, was anziehen, zum Znachtbuffet, Baeuche vollstopfen, zurueck ins Zimmer schlendern, ins riesige weiche Bettchen liegen und schlafen... Und so weiter uns so fort! Ihr seht, wir koenne Euch gar nicht viel mehr schreiben von unseren Fiji Aufenthalt. Die Palmen waren wunderschoen und voller frischer Kokosnuesse, der Strand war ebenfalls toll, das Wasser blau und warm, Fiji im Bilderbuch.

Das Ziel dieses Zwischenstopps auf dem Weg nach Amerika haben wir aber definitiv erreicht. Wir haben uns gut erholt und sind braungebrannt in Los Angeles angekommen!


Nun waren wir also in den USA - unsere Geister waren aber noch immer irgendwo in der Luft ueber dem Pazifik... Es war alles etwas viel fuer uns, und es ging Schlag auf Schlag weiter! Wir flogen weiter von LA nach Seattle wo wir gluecklich alle unsere Gepaeckstuecke in Empfang nehmen konnten. Dort uebernachteten wir in einem typischen amerikanischen Motel nahe des Flughafens und assen um Mitternacht in einem 24h Restaurant etwas "znacht". Welcome to America... Am naechsten Tag wurden wir von unserem Autovermieter abgeholt und an die Westkueste gefahren, wo wir den letzten Camper unserer langen Reise in Empfang nehmen konnten. Knallrot und ueber 5M lang stand er dort - mit Berner Wappen hinten drauf (der Erbauer des Fahrzeugs war ein Berner...). Also ging es los, und wie es nicht anders sein koennte fuhren wir erst mal auf der linken statt der rechten Seite, irgendwie war einfach alles voellig verkehrt fuer uns - und unsere Geister schwebten ja noch immer zwischen Fiji und LA... Um es vorweg zu nehmen, wir brauchten fast eine Woche um uns an die neue Umgebung und das neue Land zu gewoehnen!

Das Anfangsprozedere nahm seinen Lauf, Einkaufen, Einrichten, erste Nacht im neuen Gefaehrt. Und weiter gings im Takt, wir wollten ja so rasch wie moeglich Vancouver Island erreichen, da wir die Inside Passage nach Prince Ruppert gebucht hatten. Langsam wurde uns bewusst, das wir viel zu wenig Zeit einberechnet hatten um diese Insel richtig zu geniessen. Die Hauptstadt von British Columbia, Victoria, konnten wir schon erst gar nicht anschauen... Also rasten wir mit unserem Bus ueber die Strassen an den Long Beach und Tofino, dann sofort wieder zurueck und hoch nach Port Hardy. Wir waren voellig fertig als wir schlussendlich unsere Faehre erreichten und durch die endlosen Fjorde Richtung Norden fuhren. Aber trotz der Erschoepfung, diese Schifffahrt werden wir unser Leben lang nicht mehr vergessen! Stellt Euch das vor, 15 Std. lang schleicht diese riesige Faehre durch die engsten Kanaele der endlosen Fjorde. Und wir hatten strahlenden Sonnenschein, konnten waehrend der ganzen Fahrt draussen auf dem Oberdeck sitzen und diese fantastische und abgelegene Landschaft geniessen. Wow, wenn man das grosse Glueck hat diese Fahrt bei schoenem Wetter machen zu koennen, dann praegen sich diese Bilder tief im Gehirn fest, absolut wunderbar!!!

Sogar in Prince Ruppert, der regenreichsten Stadt von ganz Kanada, strahlte die Sonne vom Himmel - und es war ziemlich heiss! Von nun an konnten wir es viel gemuetlicher nehmen, und so fuhren wir langsam den beruechtigten Cassier Highway hoch Richtung Yukon. Und endlich kam auch das richtige Kanada-Feeling in uns hoch, denn wir fanden sie schliesslich, die wildromantischen Campingplaetze in den Regionalparks! Ab und zu entfachten wir ein Lagerfeuer und sassen am hellichten Abend einfachso da und starrten in die Flammen (wie zu Hoelenbewohnerzeiten, richtig...).
Der Highway selber war gar nicht in soooo schlechtem Zustand wie uns vorausgesagt wurde, und natuerlich machten wir auch den obligaten Abstecher nach Stewart und Hyder (Hyder liegt genaugenommen schon in Alaska). Auf dem Weg zu diesen zwei kleinen Doerflein an einem langen Meeresarm gelegen, sahen wir erstmals seit extrem langer Zeit wieder Gletscher und Berge - es war so wohltuend und schoen, dass wir ab und zu mal einen Jauchzer ausstiessen!
Wir wollten vor allem nach Hyder um die Baeren bei der Lachsfischerei aufzusuchen. Und logischerweise waren keine Baeren in Sicht als wir den Aussichtspunkt endlich erreichten. Dafuer konnten wir die laichenden Lachse im Fluesschen beobachten, ein richtiges Naturschauspiel! So entschieden wir uns zur Fahrt bis zum Salmon Glaciar hoch, obwohl die Strasse uns und vor allem unserem Auto einiges abverlangte... So etwas hatten wir noch nie zuvor erlebt, nicht einmal in der Schweiz, wo wir doch schon viele Gletscher gesehen hatten! Wir konnten mit unserem Camper quasi der Seitenmoraene entlang ins Gebirge hoch fahren, bis wir bei einem gigantischen Aussichtspunkt hielten und einfach auf dieses riesengrosse Eisfeld herunterstarren konnten, ein Traum!!! Ach ja, und zu allem sahen wir waehrend der Fahrt nach oben unseren ersten Schwarzbaeren auf der Strasse - diese Kerlchen sehen einfach puzzig aus - und sind extrem gefaehrlich. Wir waren also nicht ungluecklich in unserem Auto zu sitzen...

Am Abend versuchten wir es dann noch einmal bei der Baerenplattform, und nach genuegend Geduld waren ploetlich zwei Braunbaeren (Mutti mit 2-jaehrigem Jungen) im Wasser und hetzten die veraengstigten Lachse umher! Ein Spektakel, unglaublich! Der Kleine war noch recht tollpatschig, er gab sich schlussendlich mit einem bereits toten Lachs zufrieden, waehrenddem seine Mutter innert kuerzester Zeit mindestens vier Lachse vertilgte! Wir waren auf alle Faelle so gluecklich endlich Baeren gesehen zu haben, und erst noch bei ihrer Lieblingsbeschaeftigung - und erst noch von soooo nah! Genial!

Die Weiterfahrt bis Whitehorse, Hauptstadt des Yukon, verlief ohne grosse Schwierigkeiten. Der Cassier Highway war eine der schoensten Strecken die wir bis jetzt zurueckgelegt haben, unvergesslich!

Im Yukon verbrachten wir nicht sonderlich viel Zeit. Einzig in Whitehorse stockten wir unsere Vorraete wieder einmal auf. Und in Watson Lake besuchten wir natuerlich den imposaten Sign Post Wald - dort findet man an unzaehligen Pfosten angenagelt die verschiedensten Strassen- und Namensschilder aus der ganzen Welt. Das muss man nun wirklich fast gesehen haben um es zu glauben!

Unser Ziel war, via Klondike Highway nach Dawson City zu gelangen. Geplant getan. Dawson City versetzte uns rund 100 Jahre zurueck in die Zeit des grossen Goldrauschs! Wir kamen uns vor wie die grossen Prospektoren damals, nur mussten wir nicht schuften um Goldklumpen anzuschauen und wurden dabei auch nicht reich... Aber dieses Kaff dort oben ist noch immer authentisch, die Strassen sind ungeteert, matschig und voller Loecher, und abends geht man ins Casino in die Stadt um sein Geld zu verspielen! Nach $2.- hoerten wir auf mit dem Gluecksspiel, wir koennen das Geld ja noch anders gebrauchen! Immerhin war es ein Erlebnis dort oben gewesen zu sein.

Ein weiteres Erlebnis, ein absoluter Hoehepunkt darf man sogar sagen, war die Strecke ueber den "Top of the world Highway" bis Alaska. Wow, endlich sahen wie die unendlichen und wunderschoen rauhen Weiten des Yukon! Wir fuhren wie der Name des Highways besagt buchstaeblich ueber der Welt, auf hohen Bergen den Kreten entlang... Bis irgendwo in den Bergen ploetzlich die Grenze zu Alaska auftauchte, wir trauten unseren Augen kaum! Danach kam eine lange lange Strecke durch Waldbrandgebiet - es war enorm ernuechternd zu sehen wie viel das Feuer zerstoert hatte, und hier und da rauchnete es noch immer ein wenig zwischen den Tannen... Trotz dieses traurigen Anblicks sahen wir etwas extrem erfreuliches: Unsere ersten zwei Moose!!! Moose sind eine Elchenart, genaugenommen die groessten Elche Nordamerikas. Wow, wir waren ganz aus dem Haeuschen als der Bulle die Strasse vor uns ueberquerte - und es hat sogar noch gereicht fuer ein Foeteli, jupiii!


Somit waren wir in Alaska angekommen. Wir entschieden uns, erst mal in den Suedosten runter nach Valdez zu fahren. Die Strecke dorthin war schon ein Erlebnis. Ringsum ragten hohe Berge in den mehrheitlich blauen Himmel, und nach einer weiteren Kurve hatten wir ploetzlich wieder einen enormen Gletscher vor uns. Beim bekannten Worthington Glacier konnten wir wie Kinder herumkrackseln und bis zur Gletscherzunge gehen, wunderschoen!
Valdez selber war eher enttaeuschend... Ein schreckliches Kaff umrahmt von hohen Bergen. Valdez wird auch die "kleine Schweiz" genannt! Na ja, wenn die Berge nicht waeren haetten wir keinen Zusammenhang erkannt... Eindruecklich an der Gegend war aber, dass wir ja nun wieder auf Meereshoehe waren - und diese Berge ragten locker 1000M steil in die Luefte! So was sieht man nun bei uns ja wirklich nicht... Immerhin konnten wir eine schoene Wanderung in ein Bergtal machen, und wieder einmal hatten wir enormes Glueck mit dem Wetter (es scheint, dass wir langsam fuer alle Schlechtwettertage Neuseeland entschaedigt werden...).

Nun war unser naechstes Ziel bis Fairbanks zu gelangen. Wir fuhren mehr oder weniger geradeaus ueber den Richardson Highway Richtung Norden. Auf der Rechten Seite begleitete uns das unglaubliche Panorama der Wrangell Mountains (bis zu 5000M hohe schneebedeckte Berge!), und im Norden sahen wir bereits die Alaska Range, eine weitere wunderschoene Bergkette! Diese Fahrt war wiedererwarten ein Highlight unserer Reise, und nach jeder Kurve kam wieder ein Bild in unser Blickfeld, welches unseren Adrenalinspiegel hoeher steigen liess!

Fairbanks. Zivilisation. Internationaler Flughafen! Riesige Einkaufszentren! Wir fuehlten uns gleich zu Beginn wohl hier. Die Menschen sind freundlich und scheinen einfach zufrieden mit dem Wenigen was sie haben. Jeder geniesst den heissen Sommer - der Winter kann ja umso haerter werden, wer weiss... Langsam macht man sich auch hier oben Sorgen weil es nie regnet und das Wasser knapp wird. Ausserdem sind zur Zeit in ganz Alaska 99 Waldfeuer am toben, eine ernstzunehmende Naturgewalt. Sogar in Fairbanks selber sieht und riecht man den Rauch eines weit entfertnten Feuers, unheimlich...

Hier oben haben wir uns entschieden, einen dreitaegigen Ausflug mit Kanu in die Wildnis zu machen. Wir brauchten einen ganzen Tag um uns vorzubereiten, einzukaufen und schlau zu packen! Dann gings los, und wir wurden per Transfer zum Ausgangspunkt des Cheena Rivers gefahren. Wir zwei Gruenschnaebel stiegen also rein ins Kanu, und am ersten Tag haben wir uns so oft angemotzt wie noch nie zuvor auf unserer ganzen Reise! Wie kann es doch schwierig sein das richtige zu sagen oder das falsche zu machen - vor allem wenn man ploetzlich ins Wanken geraet und gefaehrlichen Stroemungen ausweichen sollte! Na ja, der Fluss war zum Glueck ja nicht tief, und es haette wohl eh nichts Schlimmes passieren koennen. Irgendwann standen wir aber beide bis zum Fuedli im eiskalten Wasser und versuchten dem Bootlein die richtige Richtung zu weisen... Man lernt jeden Tag dazu smile

Es war ein wunderschoenes und wiederum unvergessliches Erlebnis! Die Stille auf dem Fluss war einschneidend. Wir hoerten so viele Tiere, sahen zwei Moose, Biber, Weisskopfadler und hunderte von Eichhoernchen! Am ersten Abend stellten wir unser Zelt an einem tollen Plaetzchen auf, weit und breit kein Mensch, keine Umweltgeraeusche, nichts! Und kurz vor dem Schlafengehen entdeckten wir sie: Die riesengrossen Baerenspuren, unweit von unserem Zelt...
Ihr koennt Euch vielleicht vorstellen, dass uns in dieser Nacht nicht sonderlich viel Schlaf gegoennt war! Wie fuehlt man sich doch klein und nichtig in dieser Wildnis - mit dem Hintergedanken im Kopf, dass dieser hungrige Baer unseren Ruheplatz noch einmal aufsuchen koennte... Wir hatten ja sogar Baerenspray mit dabei, und trotzdem. Eine ziemliche Belastung und ein einschneidendes, schlussendlich sehr gutes Erlebnis! Dafuer konnten wir dem Biber zuhoeren der die ganze Nacht neben uns im Fluss seinen Bau erweiterte - emsiger Kerl...
Die zweite Nacht war schon psychologisch etwas besser, da wir naeher bei der Zivilisation campten. Und witzigerweise hatten wir schon wieder einen Biber als Nachbarn, der krampfte die ganze Nacht und faellte Baeumchen um Baeumchen!

Schlussendlich ist alles gut verlaufen auf unserer kurzen aber intensiven Wildnistour. Wir wissen jetzt sogar wie wir am besten um die engen Kurven kommen ohne uns anzumotzen smile Ach ja, und das Wetter hat wieder mal mitgespielt - drei Tage lang strahlender Sonnenschein, absolut super!

So. Nun seid Ihr alle wieder etwas auf dem Laufenden. Wir freuen uns auf alles was noch kommen sollte. Naechstes Ziel ist natuerlich der beruehmte Denali Nationalpark - dort wo auch der hoechste Berg ganz Nordamerikas steht, der Mount Mc. Kinley! Es geht uns, nach dem kleinen Durchhaenger nach Ankunft in Amerika, wirklich wieder gut. Und wir geniessen weiterhin jede Stunde dieser Reise - die sich ja nun schon laaaaangsam gegen das Ende neigt. Aber vorerst hoffen wir, Euch noch weitere Bilder und Berichte liefern zu koennen - mal sehen wo wir ein geeignetes Internet finden!!!

Bis bald, lasst es Euch gut gehen, und wir haben Euch alle noch nicht vergessen, im Gegenteil! Bis bald und herzliche Gruesse, eliane & marcel
30) Eliane & Marcel 
Ort:
Sydney
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Mittwoch, 7 Juli 2004 04:44 Kommentar schreiben

Herrlich! Wir sind wieder in Sydney, dieser Allerweltsstadt!!! Und wir sind heil hier angekommen, nach fast 30'000 km Fahrt in unserem Busslein, nach dieser absolut fantastischen Umrundung des Roten Kontinenten. Wir sind einfach nur gluecklich ist alles so gut verlaufen...

Von Bisbane bis Sydney hatten wir noch relativ viel Zeit zur Verfuegung. Als erstes ging es natuerlich an die so beruehmte Gold Coast - dort wo die Schoenen und Reichen gesichtet werden (wir haben kein bekanntes Gesicht gesehen) und die angefressenen Surfer bei jeder kleinsten Welle auf ihrem Brett reiten! Nun, wir hatten ja schon viele Bilder dieser verrueckten Kueste gesehen, und trotzdem, es war ein kleiner Schock fuer uns. Stellt Euch vor, unser Campingplatz war umgeben von riesigen Hochhaeusern mit tollen Luxusapartments drin. Die Bewohner dieser schoenen Wohnungen haben wohl jeden Abend mit einem mitleidigen Blick auf den Campingplatz runtergeschaut und sich dann ein prickelndes Glas Champagner eingeschenkt smile Anyway, uns wars wohl in unserem Busslein, und wenn man das Preisniveau der ganzen Gold Coast studiert, dann kommt man schnell zur Einsicht dass sich Campen unbedingt lohnt! Aber nebst den "Mehrbesseren" gab es ja auch noch die einfachen Surfer, diese Menschen die auf der ewigen Suche nach der perfekten Welle sind. Leider gabs waehrend unseres Aufenthalts nie tolle Wellen, und wir sahen nur ein paar einzelne Surfer die krampfhaft versuchten auch aus einer Miniwelle etwas rauszuholen!

Fazit der Gold Coast fuer uns: Man muss diese Region wirklich fast gesehen haben um es zu glauben. Auf engstem Raum treffen sich die unterschiedlichsten Menschen und leben die unterschiedlichsten Lebensstile. Wir haben uns dort nie so richtig wohlgefuehlt - fuer die Schoenen und Reichen waren wir zu schaebig angezogen, unter den Surfern waren wir einfach viel zu uncool... Also fuhren wir wieder mal ins Landesinnere zu den wunderbaren Nationalparks Lamington und Springbrook.

Wir hatten wirklich nicht so viel erwartet von dieser Region, wollten uns nur ein wenig in der Natur erholen. Aber mit gutem Gewissen koennen wir sagen, dass eine Wanderung im Lamington N.P. zu den schoensten Ausfluegen gehoert, die wir in ganz Australien gemacht haben! Nebst Subtropischem Regenwald (unterscheidet sich wesentlich von Tropischem Regenwald, die Pflanzen- und Tierwelt ist ueberraschend anders) gab es dort die schoensten Wasserfaelle die wir in diesem Land gesehen haben. Und die Wanderwege waren wunderschoen angelegt, oft konnten wir hinter den Wasserfaellen durchgehen, oder wir standen in einer Art Hoehle in die sich ein kleiner Fall ergoss. Das Licht war uns ebenfalls gut gesinnt, so gut, dass wir es schafften Regenbogen aufs Bild zu bringen (siehe Foeteli). Erholung pur, und das nur eine Stunde Fahrt von der Gold Coast entfernt!

Ein weiterer toller Aussichtspunkt fanden wir am Cape Byron. Am Morgen ueberlegten wir uns noch was wir denn heute so anstellen koennten, und wir entschieden uns erwartungslos fuer die Byron Region. Als wir beim Cape ankamen fielen uns fast die Augen aus dem Kopf! Erst einmal war die Aussicht auf die umliegenden laaaaangen Sandstraende ueberwaeltigend, und zu allem schwammen ganz nebenbei noch 6 Buckelwale vor dem Cape durch! Puff, wir vergassen fast zu atmen als wir sogar den Gesang der Wale hoerten... Diese Riesen sind einfach faszinierend, und wenn man das Glueck hat sie von soooo nah zu sehen, dann ist man aufgeregt wie ein Kind an Weihnachten wenn es Geschenke bekommt!

Und so entscheiden wir uns kurz vor Sydney nun doch noch eine Whalewatchingtour zu machen. Von Port Stephens aus fuhren wir mit einem grosse Katamaran aufs Meer hinaus, wieder ziemlich erwartungslos (auf solchen Touren soll man ja nie zuviel Erwarten...). Zuerst sahen wir ein paar ziemlich gemuetliche Wale, ab und zu kamen sie mal an die Oberflaeche um zu atmen, mehrheitlich tauchten sie aber irgendwo in den tiefen Gewaessern umher. Wir hatten uns schon damit "abgefunden" keine springenden Wale zu sehen, als wir noch zum letzten potentiellen Kandidaten fuhren. Und dieser Koloss war einfach unfassbar! Als haette er unseren Wunsch nach ein paar Saltos gerochen, fing er ploetzlich an aus dem Wasser zu springen!!! Er sprang und sprang, machte Rueckwaertssaltos, stiess riesige Fontaenen von Wasser in die Hoehe und schien ein Riesengaudi daran zu haben! Und wir daneben im Bootlein... Wir finden keine Worte um Euch zu beschreiben wie wir uns privilegiert fuehlten so etwas zu erleben. Ein weiteres Wunder der Natur... Und als waere es noch nicht genug gewesen, begleiteten unzaehlige Delphine unser Schiff zurueck in den Hafen - wow, wir waren sprachlos!

Kurz vor Sydney besuchten wir natuerlich noch das bekannte Hunter Valley, eine weitere Weinanbauregion in Australien. Bei diversen kleinen Weinguetern degustierten wir feine Weiss- und Rotweine und erstanden einen absoluten Spitzenshiraz den wir in einer Vollmondnacht genossen... Auch das ist Australien!



Ja, so sind wir langsam wieder zurueck nach Sydney gefahren. Und wie schon angetoent, wir sind ewig dankbar ist alles sooooo gut verlaufen! EIN Reifenschaden, ZWEI kleine Reparaturen am Auto, sonst NICHTS!!! Nicht selbstverstaendlich bei einer solchen Strecke und all den rasenden Roadtrains die uns manchmal durchs Land gejagt haben. Nicht zu erwaehnen dass die Aussies ihren Fuehrerschein wohl allesamt in irgendeinem Gluecksspiel gewinnen...


Australien...

Die richtigen Abschlussworte zu finden ist gar nicht moeglich. Erst muessten 100 weitere Superlative erfunden werden um dieses Land gebuehrend zu beschreiben. Nur soviel:

WIR SIND BEGEISTERT
WIR WERDEN ALL DIESE NATURWUNDER NIE VERGESSEN
WIR SIND NOCH IMMER IN EINER ART TRAUM
WIR KOMMEN WIEDER (DAS HOFFEN WIR VON HERZEN!)

Und jetzt gehen wir erst mal nach Fiji um ein wenig Erholung zu finden.

UND WIR FREUEN UNS SOOOOOOOOOOOOOO SEHR AUF ALASKA UND KANADA, JUPIIIIIIIIII !!!!

Bis bald, wir melden uns wieder von irgendwo in Nordamerika! Herzlich, eliane & marcel
29) Eliane & Marcel 
Ort:
Brisbane
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Montag, 21 Juni 2004 05:00 Kommentar schreiben

Ui, fast ein Monat ist vergangen seit dem letzten Eintrag... Schon sind wir in Brisbane angekommen - und uns bleiben noch 13 Tage mit unserem Busslein.

Die Reise von Alice Springs nach Cairns war laaaaang. Wir rechneten mit 4 Tagen Autofahrt, pro Tag um 500 - 600km. Das haengt definitiv an, und um es vorweg zu nehmen, wir waren unheimlich froh als wir endlich die Ostkueste erreichten. Aber dank dieser Fahrt sahen wir wiederum unglaublich schoene Landschaften, Flaechen soweit das Auge reicht, Wolken die den Himmel zierten, abgelegene Stations etc. etc.. Und natuerlich den absoluten Hoehepunkt, den "Thorny Devil"! Diese kleinen Eidechsen gibt es nur in gewissen Regionen des Outbacks, und es ist unglaublich schwierig diese ueberhaupt zu sehen (siehe Foeteli, dann weisst du warum). Wir hatten uns schon fast den Kopf ausgerenkt, so sehr hatten wir Ausschau nach so einem gehalten - und da stand er, mitten auf dem Highway waermte er sich auf. Wir hielten an und konnten uns ihm bis auf 2 Meter naehern, echt ein unglaubliches Tierchen... Auf der Weiterfahrt sahen wir noch ca 5 weitere, wir waren ganz aus dem Haeuschen!

Ok, dann war es also soweit, wir kehrten zurueck in die Zivilisation. Und so sehr wir auch froh waren die lange Fahrt gut ueberstanden zu haben, wir waren schlicht geschockt! Schon nur in Townsville konnten wir das Ueberangebot an Shoppingcenter, Foodcourts und Touristenausfluegen kaum fassen. Und als wir in Cairns waren, loeschte es uns fast voellig ab. Es hatte so viele Menschen dort, die Campingplaetze waren mehr oder weniger ueberfuellt, und in der Stadt hatte es so viele Schilder, dass wir nicht die Haelfte davon lesen konnten! Welcome back to civilisation... Zum Glueck gibt es ja auch ein sogenanntes Hinterland, wo man sich bei vielen tollen Wanderungen erholen kann. Das haben wir dann auch gemacht. Wir koennen gar nicht alle Plaetze aufzaehlen wo wir unsere Wanderschuhe bewegt haben. Nur soviel: Die traumhaften Tropischen Regenwaelder im Norden von Queensland sind einfach der Hammer! Nie haetten wir uns eine solche Vielfalt an Gruentoenen vorgestellt, noch nie zuvor hatten wir so viele wunderbare Pflanzen gesehen! Und das Klima war ebenfalls toll, recht warm, aber nicht mehr so feucht wie normalerweise. Natuerlich machten wir auch einen Trip zum bekannten Cape Tribulation im Daintree N.P. (ca 2 Std. noerdlich von Cairns). Weiter noerdlich schafften wir es mit unserem Busslein leider nicht mehr. Die ganze York Peninsula ist nur mit 4WD Autos zu erkunden - ein guter Grund also, um wieder mal hierher zurueck zu kommen smile


Die frische und reine Luft der Regenwaelder wirkte wie Balsam auf unsere Seelen, und so beschlossen wir, uns noch ein paar Tage in den Tablelands zu erholen. Dieses Plateau liegt recht nahe an der Ostkueste, ca 600muM, und ist vollgepackt mit Regenwald von feinsten, satten Wiesen und weidenden Kuehen! Wisst ihr, es ist schon ein Vorteil wenn man genug gespart hat bevor man eine solche Reise antritt!!! So konnten wir uns wieder mal ein absolutes Luxushaeuschen fuer 3 Naechte leisten. Und das mitten im Tropischen Regenwald! So etwas muss man einfach gesehen haben - wir hatten unser eigenes kleines Haus mit einer grosse Terrasse umgeben von tausend Voegeln und tropischen Farnen wo wir gemuetlich zmoergelen konnten! Und am Abend machten wir ein Feuer im Schwedenofen, oeffneten eine Flasche Rotwein und hoerten dem Regen zu... Und damit noch nicht genug - im eigenen Whirlpool lagen wir so lange herum, bis unsere Haut ganz schrumplig wurde und wir Lust auf Glace bekamen - herrlich!!! Und der Clou war, dass all dies absolut zu einem Spotpreis moeglich ist - Offpeak und "unter der Woche" Rabatt!

Dann gings weiter Richtung Sueden - die Naechte wurden langsam kuehler, aber immer noch aushaltbar... Bei den Whitsunday Island beschlossen wir, nun doch noch einen Ausflug zum Great Barrier Reef zu machen. Weiter noerdlich waere es naeher gewesen, aber leider war das Wetter nicht gut genug. Und wieder mal hatten wir grosses Glueck. Dank unseren Studentenkarten (Kerstin, bist einfach ein Schatz!!!), konnten wir fuer $69.- pro Person (ca CHF 65.-) einen Tagesausflug zum Riff machen. Wow - normalerweise kostet der Ausflug $150.-! Dann also nichts wie los zum Riff! Wir fuhren durch die bekannte Whitsunday Inselgruppe - und nach fast 2 Stunden waren wir dort. Unglaublich - wir stuerzten uns ins Wasser und schnorchelten was das Zeug hielt! Ok, zuerst mussten wir uns an die riesigen Fische dort gewoehnen - es war ein Traum - farbige Korallen, farbige Fische & weitere Meeresbewohner, klares Wasser... Und natuerlich "Wallie", der freundliche Riesenfisch (mind. 1 Meter lang), der gemuetlich um uns herum schwamm! Das Great Barrier Reef war ein Erlebnis der Sonderklasse, und wir sind froh doch noch den Weg dorthin geschafft zu haben!

Weiter Suedlich gabs wieder ein tolles Plateau mit Regenwald und dem Eungella N.P.. Dort oben sahen wir sie dann endlich - die seltenen Schnabeltiere "Platypus"! Wir hatten schon in anderen Orten nach ihnen Ausschau gehalten, aber diese Viechlein sind so schwer zu sehen und extrem scheu. Umso gluecklicher waren wir dann als wir sie endlich sahen wie sie im Wasser spielten und nach Nahrung suchten!

Und so erreichten wir Hervey Bay, von wo aus wir einen 2 taegigen Tripp nach Fraser Island machten. Fraser ist die groessten Sandinsel der Welt, ca 125km lang und 25km breit. Man kann sie nur mit 4WD besichtigen da die Strassen auch nur aus Sand sind. Und die Insel gehoert zum Unesco World Herritage. Wir hatten eine tolle Gruppe Leute, nur gerade 10 bei einem Busslein von 24 moeglichen Pax, und so konnten wir natuerlich unseren Guide auch so richtig ausfragen und profitieren.
Fraser ist ein Wunder. Auf dieser Sandinsel gibt es nicht nur die schoensten Straende - es waechst ein fantastischer Regenwald darauf der sich an die speziellen Bedingungen angepasst hat. Es gibt klare Suesswasserseen. Es gibt tolle Schiffwracks zu bestaunen. Und es gibt Aussichtspunkte wie Indian Head, wo man einen ganzen Tag lang sitzen und Haie, Rochen und Wale beobachten koennte... Ja, wir sahen sie, die ehrfuerchtigen Wale!!! Sie sprangen aus dem Wasser und schienen ein Ballett fuer uns vorzufuehren, unglaublich! Fraser ist definitiv das Geld fuer einen Ausflug wert, und wenn man in einer guten Gruppe ist, dann machts umso mehr Spass!

Und schon kam die Sunshine Coast. Luxus und Style, teure Cafes und Shops, edle Menschen und Backpackers, alles auf einmal! Und tolle Straende wo wir lange Spaziergaenge machten. Jetzt sind wir also in Brisbane, und wir sind positiv von dieser Stadt ueberrascht. In den letzte Jahren wurde wohl sehr viel investiert um schoene Fussgaengerwege und Erholungsflaechen zu bauen. Heute haben wir gerade eine kleine Fahrt auf dem Fluss gemacht und sind kurz durch eines von mind. 10 Shoppingcenter geschlendert. Gar nicht schlecht hier! Aber kaaaaalt! Ja, 400km suedlich von Sydney schneits - und hier oben bricht auch langsam der Winter ein... Wir muessen uns also tatsaechlich ueberlegen, ob wir fuer die restlichen Tage noch einen kleinen Heizer kaufen wollen - nachts frieren wir uns echt fast den A.... ab! Mal sehen, wenns ein billiges Angebot gibt, dann leisten wir uns das noch!

Wir melden uns kurz nochmals in Sydney - bis dann schicken wir Euch allen ganz herzliche Gruesse! e&m
28) Fritz Krebs 
frkrebs@schneiderfr.ch
Ort:
Biglen
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Sonntag, 23 Mai 2004 21:59 Kommentar schreiben E-Mail senden

Liebe Eliane und Marcel
Habe mir soeben - So'Abend 20.5. endlich 1/2h Zeit genommen, eure Bilder durchzublättern. Also es jukt mich immer mehr, das verdammte Büro zu verlassen und irgendeinmal doch noch ein mü von dieser Welt bestaunen zu können. Die Aufnahmen sind wirklich exzellent, gute Auschnitte & Auswahl. Kompliment. Die Berichte lese ich nach und nach, sind äusserst interessant! Macht weiter so, und häbet gäng sorg! Lieber Gruss FK
27) Eliane & Marcel 
Ort:
Alice Springs
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Samstag, 22 Mai 2004 08:40 Kommentar schreiben

Man koennte meinen wir haetten nicht schon wieder genug zu berichten um diesen Eintrag zu rechtfertigen! Immerhin haben wir ja erst gerade in Darwin einen grossen Bericht geschrieben... Aber wenn Ihr folgendes lest, dann merkt Ihr wie viel in relativ kurzer Zeit so bestaunt werden kann!

Unser erster Stopp nach Darwin war der Litchfield N.P. - auch "Kakadu N.P. im Kleinformat" genannt. Wir koennen es gleich vorweg nehmen, die beiden Parks sind grundverschieden und jeder ein Erlebnis fuer sich!
Da die Wetseason noch gar nicht sooo lange vorbei war, hatte es auch im Litchfield noch ziemlich viel Wasser. Desshalb mussten wir auf einige erfrischende Baeder verzichten, zu riskant waere es gewesen ploetzlich mit einem Salzwasserkrok zu schwimmen... Trotzdem, wir fanden zwei geniale Plaetzchen um uns von der Hitze zu erholen. Im Buley Rockhole konnten wir wie Koenige in treppenartig angelegten Felsenpools schwadern und die Wasserfaelle ueber unsere Ruecken prasseln lassen - aaaaahhhhhh, soooo was wohltuendes! Und bei den Florence Falls schwammen wir zusammen mit hunderten von Fischen im recht grossen Pool umher, ebenfalls eine absolut willkommene Erfrischung! Die Fische waren uebrigens ganz lieb und gingen uns immer aus dem Weg, no problem also smile
Im Litchfield kann man aber nicht nur baden und geniessen, sondern man kann auch ziemlich staunen. Die zwei- bis drei Meter hohen Huegel der Kompasstermiten sind einfach ein Raetsel... Wie schaffen es Termiten, saemtliche Bauten auf die Nord- Suedachse auszurichten? Die Forscher wissen es uebrigens auch noch nicht so genau!

Gut, dann kam also der weltberuehmte Kakadu Nationalpark. 20'000 Quadratmeter Wunder! Der Park steht uebrigens auch auf der Liste der UNESCO Weltnaturerbe. In diesem Park gibt es hunderte von Pflanzenarten die noch nicht katalogisiert wurden, und in den unendlichen Sumpflandschaften wohnen die unglaublichsten Geschoepfe dieser Erde (nur ein Beispiel, die Haelfte aller Australischen Vogelarten leben im Kakadu...)! Wir hatten noch nie zuvor in unserem Leben so etwas zauberhaftes und vollkommenes gesehen wie diese Suempfe. Alles war mit abertausenden von Wasserlilien uebersaet, die Farben waren so mild und taten unseren Augen so gut, es war schon fast unbeschreiblich... Natuerlich machten auch wir bei einer Bootstour ueber den Yellow River mit - bei Sonnenaufgang glitten wir uebers stille Wasser, die Voegel, Insekten und Reptilien erwachten langsam, die Sonne fing an alles in ihr sanftes Licht zu tauchen... Das intakte Leben im Park ueberwaeltigte uns, und noch heute bekommen wir fast Gaensehaut wenn wir daran zurueckdenken! Ah, auf dieser Bootsfahrt entdeckten wir natuerlich auch etliche Salzwasserkrokodile... Und als eines extrem nah an unser Boot kam und sich praesentierte, schauten wir nur noch ehrfuerchtig auf dieses Wesen hinunter - wow!
Im Kakadu gibt es ausser der wunderschoenen Suempfe auch die bis zu 20'000 Jahre alten Felsmalereien der Aboriginies. Wir standen wie angewurzelt vor diesen Felsen und konnten uns die Urvoelker regelrecht vorstellen wie sie damals dort sassen und ihre Erlebnisse zeichneten! Absolut fantastisch!

Nun, nachdem wir wirklich genuegend Zeit im Kakadu verbracht hatten, fuhren wir ins Landesinnere, Richtung Outback Australiens. Zuerst machten wir natuerlich noch Stopp bei Mataranka, wo natuerliche warme Quellen (32 Grad) ein tolles Bad bieten. Das absolut geniale an diesen Quellen ist die Tatsache, dass diese in ihrer natuerlichen Form belassen wurden (vor allem die bei Bitter Springs)! Man badet also in warmen Wasser inmitten in einem Wald, herrlich!

Irgendwann erreichten wir dann endlich Alice Springs. Und stellt Euch vor, hier regnete es auch endlich wieder einmal! Seit sicher 2 Monaten hatten wir keinen Regen mehr gesehen, also konnten wir diesen Tag auch etwas geniessen... Alice liegt uebrigens gar nicht einfachso irgendwo in der flachen Wueste - nein, ringsum sieht man die Hoehenzuege der MacDonnell Ranges. Ueber Jahrtausende haben Fluesse tiefe Kerben in diese Ranges gegraben, und so sind viele wunderschoene Schluchten entstanden. Eine davon ist der Standley Chasm, eine spektakulaere Felsplatte die mittags, wenn die Sonne hoch genug steht, in tollen Rottoenen erstrahlt!

Nach diesen Ranges mussten wir nochmals 450km auf uns nehmen um ueberhaupt zum Ayers Rock, dem Wahrzeichen Australiens, zu gelangen. Und dann war es soweit, wir sahen den 650 Mio. Jahre alten Felsen aus Arkosesandstein. Irgendwie hat man sich ja vorbereitet und auch schon unzaehlige Bilder gesehen. Aber nichts ist ueberwaeltigender als der erste Eindruck wenn man ihn selber einmal sieht! Wir erforschten den Felsen von A-Z, machten 1000 Foeteli und speicherten die Mystik und Kraft dieses Ortes in unseren Gehirnen... Die Thematik des Besteigens oder Nicht-Besteigens des Uluru ist nun mal gegeben. Fuer uns war der Fall aber ziemlich rasch geklaert. Die Anangu-Voelker bitten die Besucher mittels einer riesigen Tafel, von der Besteigung doch abzusehen, da dieser Felsen eine tiefe relegioese Bedeutung fuer sie hat. Es hat schlussendlich wohl alles mit Erziehung und Respekt zu tun. Noch immer krackselten Leute auf den Uluru und konnten es einfach nicht lassen... Das zeigte uns wieder mal wie viele Menschen doch egoistisch und ignorant sind...

Beim Uluru in der Naehe stehen ja noch andere extreme Felsformationen, die Olgas (uebersetzt etwa "viele Koepfe"). Ebenfalls ein hoch heiliger Ort der Aboriginies, den man aber mittels einer Wanderung zwischen den Felsen hindurch super erforschen kann. Und so wanderten wir wieder einmal im Valley of the Winds, es war tataechlich sehr windig, aber ein Erlebnis zum auftanken der Seele!

Ja, und schlussendlich war in dieser Gegend (ca 300km weiter) noch der Watarrka N.P. mit dem Kings Canyon. Der Canyon gehoert ebenfalls schon fast zum "Pflichtprogramm" eines Australien Besuchs. Wir fanden ihn absolut sehenswert, aber aus den Socken hat er uns nicht gehauen! Da haben wir in Western Australia schon andere Schluchten gesehen die fuer uns viel imposanter waren... Aber wir konnten eine schoene Wanderung den Abbruchkanten des Canyons entlang machen - den "Kings Canyon Walk" empfehlen wir jedem der dorthin geht!

So. Jetzt sind wir also wieder in Alice Springs, und das Wetter scheint in den naechsten Tagen nochmals ziemlich schlecht zu werden. Wir haben uns entschieden noch einen Tag auszuruhen und morgen die ueber 2000km lange Fahrt Richtung Cairns in Angriff zu nehmen. Nach dieser Strecke sind wir dann wieder an der Ostkueste angelangt - zwar ist es noch ein recht weiter Weg bis Sydney, aber immerhin sind die Distanzen dann nicht mehr allzu gross!

Ansonsten gehts uns gut, wir sind gluecklich und zufrieden! See Ya! E&M
26) Eliane & Marcel 
Ort:
Darwin
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Montag, 10 Mai 2004 06:09 Kommentar schreiben

Die Reise zwischen Perth und Darwin zu beschreiben wird schwierig - wir haben sooooo viel gesehen, sooooo viele Foeteli gemacht und soooo viel erlebt... Seit Stunden sitzen wir im Internet und versuchen aus den 1000 Bildern einige fuer Euch auszusuchen...

In Perth haben wir uns wirklich gut erholen koennen. Nebst viel Faulenzen, besuchten wir auch die Mini-Insel Rottnest. Lange weisse Straende, kleine Buchten, wir mit dem Fahrrad unterwegs(dort gibts keine Autos), schnorcheln, schwimmen, kurz: Ein tolles flecklein dieses Inselchen!

Dann ging unser Reiseleben im Busslein wieder los, und als erstes fuhren wir zu den bekannten Pinnacles. Bis zu 4 Meter hoch sind diese Kalksteinsaeulen, und sie stehen, wie so vieles hier in Australien, einfach im Nichts herum! Obwohl wir immer brav die Geschichten rund um die Entstehung solcher Formationen lesen, ist es einfach schwer verstaendlich solche Wunder nachzuvollziehen. Ausserdem hatten wir unheimliches Glueck mit dem Licht, die untergehende Sonne leuchtete genau die Pinnacles an, und im Osten stauten sich bedrohliche Wolken... Schwer sowas gut auf ein Foeteli zu bringen, aber wir habens versucht.

Naechster Stopp und fast ein Muss bei einem Besuch von Western Australia war der Kalbarri N.P. Nach 30 km ungeteerter Wellblechstrasse erreichten auch wir den beruehmten Aussichtspunkt vom Natures Window mit Blick auf den Murchison River. Schon faszinierend, trotz dieser Duerre fliesst hier ein Fluss tief unten in den Schluchten. Noch faszinierender waren allerdings die Unmengen von nervenden Fliegen. Irgendwie gewoehnt man sich einfach nicht an diese Viecher. Haetten wir unsere Hutnetze nicht gehabt, waren wir wohl in die Schlucht gesprungen... Natuerlich gabs im Kalbarri N.P. noch viele weitere enorm schoene Aussichtspunkte, alle waren die Strapazen auf Wellblech zu fahren wert, definitiv!

Next stop war das beruehmt beruechtigte Monkey Mia. Wir sind beide nicht extrem angefressene Delphin-Liebhaber, aber wenn man schon die Gelegenheit hat diese Tiere von so nah zu sehen, dann darf man sich das wirklich nicht entgehen lassen! So standen wir, zusammen mit ca 80 anderen Touris, morgens um 7.30 Uhr knietief im Meer und warteten auf die Delphine. Und siehe da, sie kamen! Zwar nicht so viele (ca 6 Stk.), aber sie schwammen vergnuegt vor unseren Beinen herum, machten lustige Geraeusche und schienen uns anzulachen! Wirklich, wenn man diesen Tieren einmal sooo nah kommt, dann fuehlt man sich irgendwie ganz besonders (obwohl es den 80 anderen Touris wohl aehnlich erging, jeder ist jetzt irgendwie besonders nach diesem Erlebnis smile )

Auf dem Weg zur naechsten "Station", die Coral Bay, fuhren wir noch am unfassbaren Shell Beach vorbei - und machten natuerlich Halt! Wers glaubt oder nicht, dieser ca 5 km lange Strand besteht NUR aus Millionen kreideweissen Minimuscheln! Die Forscher haben noch immer nicht herausgefunden wie so etwas genau an dieser Stelle der Welt ueberhaupt entstehen kann, umso faszinierender ist es diesen Platz mit eigenen Augen zu sehen...

Coral Bay... Wir hatten schon viel gehoert von diesem mit Touris ueberfuellten Badeferienort. Aber wir sind so unheimlich froh dort gewesen zu sein, ein Paradies auf Erden! Nicht der Ort selber, aber die Unterwasserwelt hat uns absolut begeistert. Wir sind ja beide keine Hardcore-Taucher, aber wir avancierten fast zu besessenen Schnorchlern! Vor der Coral Bay liegt der Anfang des beruehmten Ningaloo Reef, einer kleineren Ausgabe des Great Barrier Reef. Der Vorteil liegt schlicht darin, dass man zum Riff schwimmen kann (beim Great Barrier Reef muss man mit dem Boot hin) und mit dem Schnorchel die unglaublichsten Fische und Meeresbewohner sieht! Manchmal kamen wir ganz durchgefroren wieder aus dem Wasser weil wir viel zu lange herumgeschwadert waren... Irgendwann hat Eliane bei einem ihrer eigenen Schnorchelgaenge auch einen Stingray, also eine ziemlich gefaehrliche Rochenart gesehen. Nur wusste sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht das dieses Ding toedlich sein kann - na ja, sie ist zum Glueck nicht zu nah hingegangen, hat das Tierchen aber noch ein paar mal abgelichtet (mit der Einweg-Unterwasserkamera... Schlimm wie wir alles immer foetelen muessen...). Irgendwann haben wir auch ein Viech zwischen Manta und Hai gesehen, sah ziemlich bedrohlich aus und wir sind weit drumherum geschwommen. Spaeter stellte sich dann heruas, dass es ungefaehrlich gewesen waere, aber man weiss ja nie, und wir als Anfaenger...

Im gleichen Zipfel wo auch die Coral Bay liegt, befindet sich Exmouth, ein heisser Ort in Australien... Bei 35 Grad bezogen wir einen Campingplatz und fuhren in den Cape Range N.P. wo es weitere wunderschoene Plaetze zum schnorcheln gab. Aber die Coral Bay blieb in unserer Schnorchel-Hitparade ungeschlagen! Dafuer konnten wir im Cape Range N.P. auch noch einen kurzen Spaziergang in eine der vielen Schluchten machen - lange hielten wir es aber in der brutalen Hitze nicht aus, und wir sprangen bei jeder Gelegenheit ins erfrischende Meer...

Ach ja, mit dem Benzin hatten wir uns im Nationalpark ziemlich verrechnet und dummerweise nicht vollgetankt. Wer in Australien falsch rechnet oder leichtsinnig ist wird ganz einfach bestraft... Wir hatten zwar ein Reservekanister dabei, aber unser Boesslein war so leergelaufen, dass auch das Nachfuellen nichts mehr nuetzte! Und so mussten wir den Automobilclub anrufen (ein paar coole Aussies halfen uns), und just als alles organisiert war, sprang die Karre dann gnaedigerweise doch wieder an. Ok, so wurde der Auftrag fuer den NRMA annuliert und wir fuhren gluecklich zum Campingplatz zurueck und goennten uns eine grosse Glace! Schlaue Kerlchen sind wir, ganz schlau...

Unser naechstes Ziel war wieder einmal ein absolutes Highlight dieser Reise. Der Karijini N.P. Schon nur die Fahrt dorthin war ein einmaliges Erlebnis. Ploetzlich aenderte sich die Landschaft, Graeser wuchsen auf der tiefroten Erde, ein Bild wie - keine Ahnung... Wieder mussten wir ziemlich viel ungeteerte Strasse unter die Raeder nehmen, aber wir haben uns an diese Situationen gewohnt. Wenn man was sehen will, muss man einfach ueber solche Strassen holpern! Als wir endlich einen bekannten Lookaut erreichten, konnten wir in 200 Meter tiefe Schluchten sehen, und da die Wet-Season noch nicht so lange vorbei war, floss in jeder Schlucht auch ein wenig Wasser. Ok, eine Schlucht... Fuer uns Schweizer ja wohl nichts was uns umhaut!? Oder doch? Nun, wenn diese Schluchten Farben haben die man sich nicht einmal in den kuehnsten Traeumen zusammenstellen kann, dann ist diese Schlucht etwas besonderes! Schaut die Foeteli an, dann bekommt Ihr einen kleinen Geschmack davon...
Ebenfalls in diesem Park wanderten wir dann zu einem bekannten Suesswasserpool, dem Handrail Pool. Wir finden keine Worte um Euch diese Gegend gebuehrend zu umschreiben. Wir koennen nur sagen, dass wir dort in einer anderen Welt waren, einer zufriedenen, faszinierenden, stillen, traumhaften Welt...

Irgendwann landeten wir dann in Broome, ein groesseres Dorf im hohen Nordwesten von Western Australia. Broome ist auch bekannt fuer seinen super schoenen Strand und seine Sonnenuntergaenge - und fuer seine feuchte Hitze. Spaetestens jetzt wurde uns bewusst: Wir sind in den Tropen angekommen... Bitter an der Geschichte ist nur, dass man ab Broome ein erfrischendes Bad im Meer vergessen muss. Ab hier gibt es nur noch boese Wuerfelquallen und ziemlich lange Kroks mit ziemlich hungrigen Baeuchen. So schwadern wir wenn es geht immer in einem Pool eines Campingplatzes umher, denn Abkuehlen muss man sich hier oben einfach...

In dieser Region befinden sich die Kimberlys, die wohl noch am wenigsten erkundete Region Australiens, und gleichzeitig ein Nationalpark etwas groesser als Deutschland. Eigentlich wollten wir ja einen 4WD Ausflug zu sehr bekannten Schluchten und Felsformationen machen. Aber die Preise waren jenseits von Gut und Boese, und so fuhren wir weiter bis Fitzroy Crossing, von wo aus wir eine Bootstour in die Geike George machten. Wow, hier sahen wir die ersten Suesswasserkroks herumliegen, absoluter Wahnsinn (die sogenannten "Freshies" sind ja ziemlich klein und "harmlos", die "Salties" hingegen sind ziemlich boese und haben Touris zum fressen gern...). Ein absolut genialer Ausflug, und das ganze nur fuer $20.- pro Person, das ist doch mal was!

Und so gelangen wir zu unserem mega giga Flug ueber die Bungle Bungles! Wir wussten von Bekannten (merci Chrigel&Brigitte) dass wir uns dort unbedingt einen Flug leisten sollten. Just an Marcels Geburi wars dann soweit, wir hoben im wahrsten Sinne des Wortes ab! Wir flogen ueber den riesigen Lake Argyle, ueber die Texas Downs die wie von einem Kuenstler gefaltet unter uns lagen - und dann sahen wir sie, die Bungles! Ein Bild nicht ganz von dieser Welt... Wir koennen diese Sandsteingebilde auch gar nicht gut beschreiben, das muss man einfach gesehen haben. Von der Form her sind diese Felsen wie verschiedengrosse Mohrenkoepfe. Von den Farben her wie... hmmm... alle Australischen Braun- Gelb- und Rottoene die man sich vorstellen kann, immer schoen aufeinandergeschichtet! Wir landeten sogar in dieser "Welt" und machten eine supergeniale Tour mit einem eingefleischten Aussie. An diesem Tag lernten wir mehr ueber die Aboriginals als waehrend unserer ganzen Reise! Der Ausflug war seeeeehr teuer, aber er war auch jeden Cent wert!

Ja ja, so sind wir dann weiter gefahren und haben Western Australia verlassen um dem naechsten Staat einen Besuch abzustatten, dem Northern Territory. Und hier sind wir nun, in Darwin. Es ist heiss. Und feucht. Und wir schwitzen aus allen Pooren... Aber der Lifestyle hier oben gefaellt uns sehr, und man kann es absolut gut aushalten hier! Ausserdem wollen uns etwas erholen von all diesen Naturwundern die wir gesehen haben, und deshalb geniessen wir ein kleines Appartment mit einer tollen Aircondition! Morgen geht die Reise dann weiter Richtung Litchfield und Kakadu N.P., spaeter dann ins Landesinnere Richtung Alice Springs. Es bleiben noch knapp 2 Monate. Vom Zeitplan her sollten wirs mehr oder weniger im Griff haben!

Wir melden uns bald wieder bei Euch - und wir schicken Euch allen die herzlichsten Gruesse! Take care! e&m

ps: langsam wirds schwierig immer Superlative zu finden um Euch unsere Erlebnisse zu beschreiben smile
25) Eliane & Marcel 
Ort:
Perth
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Mittwoch, 14 April 2004 08:42 Kommentar schreiben

Perth - eine der isoliertesten Grossstaedte dieser Welt! Bis zur naechsten groesseren Stadt faehrt man locker 3 Tage, unglaublich... Hier unser Bericht was wir von Adelaide bis Perth so alles gemacht haben:

Das langersehnte Barossa Valley hat uns in keiner Weise enttaeuscht! Wir konnten dort eine Nacht bei Bekannten von uns bleiben, ein tolles Barbie und dazu natuerlich feinsten Wein geniessen. Waehrend eines ganzen Tages fuhren wir durch das Valley und staunten ab den perfekt aussehenden Reben, z.T. noch mit den reifen Trauben dran. Und natuerlich liessen wir es uns nicht entgehen, bei einigen Weinguetern auch Halt zu machen um den edlen Saft auch zu degustieren! Wow, es war wirklich ein Erlebnis dort zu sein und all die beruehmten Namen wie Peter Lehmann oder Wolf Blass einmal "live" zu sehen! Am meisten hat uns der Wein sowie die wunderschoene Anlage bei P. Lehmann begeistert - siehe Foto, Marcel war wirklich ganz aus dem Haeuschen dort wink Aber es gab auch ein paar neue Entdeckungen, und manchmal hielten wir einfach nur an um die Weingueter von Aussen zu bestaunen. Fazit dieser Gegend: Dorhin MUSS man einfach gehen wenn man schon in der Naehe ist!

Uns zog es aber weiter Richtung Norden - bevor wir die grosse Ueberquerung nach Western Australia antreten wollten, ging es noch in den Flinders Ranges N.P.. Die Strecke von Adelaide bis dorthin war ebenfalls unglaublich beeindruckend. Manchmal fuhren wir zwei drei Stunden, ohne ein Kaff zu durchqueren, zwischen riesigen goldgelben Weizenfeldern hindurch... Und wer sich den blauen Himmel im Kontrast dazu vorstellen kann, hat jetzt wohl das Bild vor Augen welches uns so begeistert hat... Im Nationalpark selber hatte es einen wunderschoen gelegenen Campingplatz wo wir natuerlich ueber Nacht blieben. Und kurzerhand entschlossen wir uns, einen Flug ueber den Wilpena Pound zu machen, denn nur vom Flugzeug aus sieht man dieses immense Amphitheater aus Felsen! Diese kleine Investition hat sich definitv bezahlt gemacht, wir waren absolut begeistert (wenn es auch ziemliche Turbulenzen hatte...)! Und so konnten wir uns eine teure Jeep Safari ersparen. Wer weiss, vielleicht machen wir das bei einem naechsten Besuch der Flinders Ranges smile

Und so stand die grosse Ueberquerung bis Western Australia (WA) bevor. Drei volle Tage Autofahrt bis zum ersten Doerflein in WA... Viele hatten uns die Ueberfahrt als langweilig beschrieben, aber wir fanden es sogar ziemlich spannend! Es gab immer wieder was zu sehen - angefangen bei den witzigen Schildern (siehe Fotos), ueber die kurzen Verschnaufpausen bei den wilden und steilen Klippen, bis zu einer 150 km langen Ebene wo kein einziger Baum waechst!!! So was muss ein Europaer erst mal gesehen haben um es zu glauben, unvorstellbar... Trotzdem tat uns fast der Hintern weh als wir WA erreichten, und wir waren froh diese Strecke ohne groessere Probleme hinter uns gebracht zu haben (irgendwo mussten wir noch den Motorenkuehler flicken lassen, waehrend 200 km Fahrt fuellten wir 5 Mal Wasser nach, da musste ja was faul sein...).

Nach einer kurzen Erholung beschlossen wir, der Goldgraeberstadt Kalgoorlie einen Besuch abzustatten. Dort konnten wir den "Super Pit" bestaunen, eine riesen grosse Goldgrube in welcher unfassbar grosse Cats Trucks aller Art Geroell herum schleppen! Im "Super Pit" finden die Aussies aber noch immer 80% der gesamten Goldexporte Australiens - ziemlich beeindruckend! In einer stillgelegten Goldmine konnten wir bei einer unterirdischen Tour teilnehmen, und obwohl Marcel schon einmal in Suedamerika in einer Silbermine war (und viel tiefer unten), war es ein Erlebnis zu sehen unter welchen Umstaenden frueher und noch heute gearbeitet wird.

Nach Kalgoorlie wollten wir endlich einmal ein paar Tage am gleichen Ort bleiben, und wir freuten uns sehr auf Esperance, ein kleines Dorf an der Suedwestkueste. Aber als wir endlich dort ankamen waren wir enorm enttaeuscht. Dieses Kaff sollte also ein beliebtes und schoenes Touristendoerflein sein? Da die Sonne fuer zwei Tage mal nicht scheinen wollte, beschlossen wir trotzdem dort zu bleiben und etwas zu entspannen. Zum guten Glueck besuchten wir den kleinen aber fantastischen NP Cape le Grand! Wow, kreidenweisse Straende, klares Wasser, tolle Felsformationen - Himmel auf Erden! Ein Highlight! Nach dieser kurzen Ruhepause ging unsere Route zum bekannten Wave Rock. Obwohl man eigentlich 500 km Umweg auf sich nimmt, wollten auch wir diese Felsformation sehen. Zum guten Glueck hatten wir in Adelaide fuer $2 Hutnetze gekauft, sonst waeren wir dort oben verrueckt geworden! Diese Mistfliegen sind zum k..., und wir waren zum ersten Mal froh, als schon um 17.30 die Sonne unter ging und damit diese Viecher auch schlafen gingen! Der Wave Rock selber war aber wirklich ein Umweg wert - wo sieht man schon sonst ein Felsen der aussieht wie eine versteinerte riesige Welle!

Auf dem Weg zurueck an die Kueste blieben wir noch eine Nacht in den Stirling Ranges. Dieser NP ist schon von 100km Entfernung zu sehen, denn die 1000m hohen Berge erheben sich abrupt aus einer tellerflachen Ebene! Endlich konnten wir auch wieder mal eine tolle Wanderung auf einen Berg machen. Obwohl... Als wir hochsteigen wollten hiess es, zur Zeit sei ein Flugzeug am Unkrautvertilger verspruehen, deshalb sei der Berg gesperrt. Ploetzlich hiess es wieder wir koennten trotzdem hoch und hinter einem drahtigen Ranger nachklettern (der Typ sputete den Berg hoch, da hatten wir keine Chance!). Nun, irgendwann waren wir dann oben, und das Flugzeug schien uns im Griff zu haben und bespruehte uns immerhin nicht direkt mit diesem Zeug - was es auch immer war!!! Die Aussicht war traumhaft, wir waren gluecklich was geleistet zu haben, und dank dem Ranger sassen wir an einer Klippe wo wir sonst sicher nie alleine hingegangen waeren... Bilder davon gibts keine, wir wollen Euch ja nicht noch Angst einjagen smile

Und so gelangten wir irgendwann wieder zurueck an die Suedwestkueste, nach Albany. In dieser Region gab es ebenfalls wunderbare Straende, und die Elephant Rocks in einem kleinen NP verlockten wieder mal zu einer Fotosession. Eliane kletterte wieder mal ueberall auf die Steine und schuerfte sich irgendwann das Knie auf - wer nicht hoeren will... Bei Denmark wollten wir beim "Treetop Walk" einen Halt einlegen. Wie es der Name schon sagt, gibt es dort einen Spazierweg hoch oben in den Baeumen (hoechster Punkt 40 Meter ueber dem Waldboden). Schon alleine der Konstruktion wegen lohnt sich dieser kleine Ausflug in die Karri Waelder, und die ungewoehnliche Perspektive von dort oben ist tatsechlich genial! Ebenfalls in den Karri Waeldern gab es ein riesiger Baum auf welchen man hochklettern konnte - mindestens schwindelfrei musste man aber schon sein! Ueber eine "Treppe" aus Eisenstangen die direkt in den Baumstamm gerammt waren, konnte man bis 61 Meter auf eine Plattform steigen. Eliane stieg da natuerlich wieder mal hoch waehrend Marcel dieser wackligen Sache berechtigterweise ueberhaupt nicht traute! Anyway, frueher wurde dieser Baum benutzt um Ausschau nach Feuer in der Region zu halten, und heute ist es eine Touristenattraktion. Witzig war es auf alle Faelle!

Als wir die Margaret River Region erreichten, der kleine Zipfel unterhalb von Perth, waren wir wieder mal muede vom Fahren. In Busselton fanden wir einen absoluten Luxus Campingplatz (5*) und nisteten uns gleich fuer 4 Naechte dort ein. Nebst dem eiskalten aber tollen Pool hatte es auch einen wunderbaren Strand - leider verging uns aber der Badeplausch im Meer am zweiten Tag, denn Eliane machte Bekanntschaft mit einer netten Qualle (Stinger). Na ja, schlimm wars ja nicht, aber ziemlich unangenehm... So hielten wir uns an den Pool, spielten viel Pingpong (wir werden langsam zu Profis!!!), kochten fein, versuchten es wieder mal mit selber gebackenem Brot und liessen es uns einfach gut gehen. Ah klar, eines Tages machten wir noch den obligaten Spaziergang ueber den 2km langen Holzsteg in Busselton! Und am Ende des Stegs steht seit Weihnachten 2003 ein Unterwasserobservatorium, wo wir die bezaubernde Welt der Korallen und farbigen Fische beobachten konnten! Ihr seht, man kann sich in dieser Gegend ohne Probleme eine Weile herumtummeln...

Und nun sind wir seit 5 Tagen in Perth und geniessen das Haus von Marcels Goetti in Scarborough. Herrlich, endlich koennen wir wieder mal ein eigenes Bad benutzen, gemuetlich aufs eigene WC gehen, in einer grossen Kueche kochen, auf einer weichen Couch liegen, fernsehen, musik hoeren, am Strand spazieren gehen, die Stadt erkunden... Es geht uns definitiv gut hier, und es tut vor allem gut eimal eine Woche am gleichen Ort zu bleiben und etwas auszuruhen!

Wir melden uns bald wieder, bis dann wuenschen wir Euch allen im Nachhinein noch Frohe Ostern (wir haben sogar ein paar Eier gefaerbt, "getuetscht" und mit Aromat gegessen, hmmmmmmmmh!!!). E&M
24) Eliane & Marcel 
Ort:
Adelaide
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Samstag, 20 März 2004 03:52 Kommentar schreiben

Gestern waren es genau vier Monate seit wir good old Switzerland verlassen haben. Und seit gut einem Monat bereisen wir nun Australien. Manchmal fragen wir uns, ob wir all diese Eindruecke ueberhaupt irgendwie verdauen koennen... Es ist schlicht sagenhaft was man hier alles erleben kann!

Melbourne hat uns beide nicht sonderlich in den Bann gezogen - sorry an alle Melbourne Fans! Und da noch genau zu dieser Zeit der Formel 1 GP stattfand, waren wir gar nicht so ungluecklich aus der Stadt "fliehen" zu muessen - diese platzte naemlich fast aus allen Naehten! Und so fuhr unser Busslein mit uns der Kueste entlang Richtung Great Ocean Road. Viel hatten wir ja von dieser scheinbar so unglaublichen Strasse gehoert. Und wenn man immer nur Lobeshymnen hoert ist man besser ein wenig skeptisch, denn man koennte ja enttaeuscht werden! Aber wir wurden nicht im geringsten enttaeuscht - im Gegenteil - wir sind immer noch ueber alles begeistert!!!

Erster Stop waren die Gipson Steps - ueber eine steile Treppe erreicht man dort den feinen Sandstrand, wo der erste der 12 Apostel majestaetisch im Meer thront. Wir wussten, dass es dort manchmal ueberraschend grosse Wellen geben konnte, und so hielten wir uns schoen in der Naehe der Klippen auf. Andere Touris wussten das wohl nicht, und es gab solche die unfreiwillig ein ziemlich kaltes Bad nahmen! Wir grinsten dann vor uns hin und machten uns aus dem Staub - Reisefueher sei Dank smile Und nach einer kurzen Fahrt kamen sie dann endlich vor unsere Augen, die beruehmten 12 Apostel. Eigentlich sind es ja nur neun, aber wer stoert sich schon an einer Zahl wenn man dieses Naturwunder sieht! Wir verbrachten ziemlich viel Zeit dort (die lieben Fliegen machten es sich zum Sport uns auf die Nerven zu gehen - ist wohl erst der Anfang von dem was uns noch erwartet...) und staunten, staunten, staunten. Die Fotokameras liefen heiss, und weils so genial war beschlossen wir, am Abend gleich noch den Sonnenuntergang dort zu beobachten. Wir haben nun ja schon viele Sonnenuntergaenge gesehen - aber dieser gehoerte definitiv zu den Spitzenreitern! Die Sonne drueckte kurz vor dem Eintauchen ins Meer hinter einer Wolkenbank durch - schaffte es nicht mehr ganz sich zu zeigen, zauberte aber eine unfassbare Lichtkugel in dieses Wolkenband... Wow...

Natuerlich gibt es an der Great Ocean Road noch viel mehr zu bestaunen. Bei der Ard George draengen sich Tonnen von Wassermassen in eine schmale Schlucht (dort badeten uebrigens auch ein paar unachtsame Touris in den hohen Wellen...). Daneben gibts ein Blowhole, einen riesigen Arch, die Thunder Cave wo das Wasser wortwoertlich hineindonnert, die London Bridge, das Grotto... Alles koennen wir gar nicht beschreiben - nur soviel: Wer Australien besucht MUSS diesen Abschnitt unbedingt gesehen haben!

Nach zwei Tagen in dieser Region beschlossen wir, die Kueste zu verlassen und zum Grampians N.P. zu fahren (noerdlich). Nach ca. zwei Stunden Fahrt sahen wir ploetzlich riesige Berge die sich aus dem flachen Land emporhoben. Bis 2000 Meter hoch sind die Grampians und bestehen aus eindruecklichen Felsformationen, wunderschoenem Busch und sind die Heimat von tausenden von Voegeln! Dort oben konnten wir wieder mal unsere Wanderschuhe anschnallen und eine richtig tolle Wanderung machen. Ziel waren die Pinnacles (siehe Fotos, da gibts gar keine Worte...). Ebenfalls in den Grampians entschlossen wir uns, einen etwas abgelegenen Ort zu besuchen, den Hollow Mountain. Die Fahrt dorthin war wieder mal recht abenteuerlich - es schuettelte und ruettelte, und wir waren heilfroh als wir endlich den Parkplatz erreichten. Wir kletterten im wahrsten Sinne des Wortes auf diesen "Berg" (300 Meter Hoehenunterschied), so eine Wanderung hatten wir noch nie zuvor gemacht! Weitere Details schreiben wir hier nicht nieder, sonst haben unsere Eltern wohl einen halben Herzinfarkt... Aber die Aussicht von dort oben war absolut der Hammer - soweit das Auge reichte sahen wir flaches Steppenland und einige Olivenbaeume... Und es war soooooo ruhig dort oben - ein australischer Traum...

Nach den Grampians gings dann Richtung Adelaide weiter, Ziel war aber zuerst Kangaroo Island. Dieses Inselchen ist ca so gross wie der Kanton Bern - also koennt Ihr Euch vorstellen, dass es auch einiges zu betrachten gibt. Kangaroo Island (KI) ist bekannt fuer seine endemische Tier- und Pflanzenwelt, seine wunderbaren Nationalparks und natuerlich fuer die frechen Kangaroos! Gespannt fuhren wir also mit der Faehre dorthin - wir koennens gleich vorweg nehmen: KI ist ein reales Paradies! Wir wohnten drei Tage lang auf dem gleichen Zeltplatz, zusammen mit Kangaroos, Wallabies (mini-Kangaroos), Possums, hunderten von Vogelarten und natuerlich unseren Lieblingstieren, den Koalas! Also diese Kerlchen sind ja gar nicht soooo faul wie man immer sagt. Auf dieser Insel bewegen sie sich sogar, und wir haben doch zwei Mal mit eigenen Augen gesehen, wie einer quer ueber den Zeltplatz zu einem neuen Baum geflitzt ist! Ja, geflitzt! Die Kerlchen sind ueber alles noch schnell und flink, unglaublich wink

Im Flinders Chase N.P. leben ca. 18'000 Neuseelaendische Pelzrobben - rund um den Admirals Arch herum kann man sie beobachten. Wir wissen nicht mehr wie viel Zeit wir dort verbracht haben... Auf alle Faelle ist ein solches Naturschauspiel besser als jeder Film den man sich vorstellen kann! Um ca. drei Uhr an diesem Nachmittag suchten wir dann noch die bekannten Remarkable Rocks auf. Wir hatten schon hundert wunderschoene Bilder davon gesehen, aber was sagt schon ein Bild aus gegen eigene Impressionen? Diese millionen alten Gesteinsformationen liegen wie von Geisterhand liebevoll hingelegt auf einem ovalen Steinplateau direkt am Meer. Wie so etwas entstehen kann ist immer moeglichst logisch auf Infotafeln beschrieben - aber unser Vorstellungsvermoegen reicht einfach nicht aus um all dies zu erfassen... Seht Euch die Bilder an, wir haben versucht ein wenig von den Remarkable Rocks einzufangen um Euch einen Eindruck zu vermitteln. Aber noch besser ist es, wenn ihr selber einmal dorthin gehen koennt - und die mystische Stille und Athmosphaere selber in Euch aufsaugt!

Auf KI gibt es ja noch viiiiel anderes zu sehen. Die Kelly Hill Caves, ein ausgetrocknetes Tropfsteinhoelensystem, ein Wunder sagen wir Euch! Oder die Seeloewenkolonie - mit einer tollen Fuehrung kann man ganz nah zu den Tieren hin ohne sie zu stoeren! Und natuerlich die tausend traumhaften Buchten... An solchen Orten fragten wir uns manchmal, ob die Welt da draussen wirklich so grausam sein kann wie wirs manchmal uebers Radio oder die Zeitung vernehmen...

Nun, jetzt sind wir in Adelaide, und morgen fahren wir endlich Richtung Barossa Valley. Wer Marcel kennt weiss: Er freut sich wie ein kleines Kind darauf, schon seit Jahren! Aber auch Eliane hat sich vom Virus infiszieren lassen, und wir freuen uns beide enorm auf die vielen Weingueter und riesigen Rebfelder! Danach gehts noch zum Flinders Range N.P. und weiter Richtung Westkueste.

Ihr seht, uns geht es schlicht wunderbar! Und die boese Halsentzuendung von Eliane ist nun auch auskuriert - nachdem wir auf KI ueber 100km bis zum naechsten Arzt fahren mussten! Man stelle sich das als Schweizer mal vor - 100km bis zum naechsten Arzt... Aber diese Distanzen sind erst der Anfang, das Outback wartet ja erst noch auf uns! Bis bald und herzliche Gruesse! e&m
23) kerstin 
kerstinzuttel@hotmail.com
Ort:
zürich
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Dienstag, 16 März 2004 16:37 Kommentar schreiben E-Mail senden

halli hallo.
och, ihr sei echt zu beneiden. ich lese mit freude eure reiseberichte und gucke die fotos an. würde denn am liebsten gleich abhauen. sniff. aber was solls..
ich wünsch euch viel spass. australien ist einfach super. einen tipp: die grampiens sind echt der hammer und ca. 3h von melbourne entfernt. natürlich loht sich die great ocean road auch sehr!
machts gut und grüsse us züri
kerstin
22) Sören Vasquez Nielsen 
sn@delec.ch
Ort:
Mordor
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Donnerstag, 4 März 2004 13:23 Kommentar schreiben E-Mail senden

Hi Dudes

Ja,ja, die Blue Mountains!! Dort habe ich auch den Fehler gemacht, die "Stairway to Hell" zu erklimmen. Habe ca. 10 Liter Wasser dabei ausgeschwitzt. Musste mir danach 15 VB's reinpfeiffen um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen wink Anyway, finde eure Bilder und Berichte sehr interessant, keep going.
Ein kleiner Tip in Sachen Kangurus: Checkt ab und zu die Viehfänger der Roadtrains. Die Viecher verfangen sich mit Vorliebe darin wenn sie fröhlich in der Pampa rummhoppeln und dann die Strasse überqueren wollen. Gibt sicher tolle Fotos.

Cheers mate and keep on searching !
21) Eliane & Marcel 
Ort:
Melbourne
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Donnerstag, 4 März 2004 04:30 Kommentar schreiben

Sooooo viel Zeit ist noch gar nicht vergangen seit wir australischen Boden betreten haben. Trotzdem koennten wir schon ziemlich viel erzaehlen... Von wunderbaren Sandstraenden, versteckten Buchten, grossen Spinnen, frei herumlaufenden Varanen, suessen Koalas und zahmen Kangurus... Aber der Reihe nach:

Nachdem uns Sydney ziemlich erschoepft hat (eine so grosse Stadt ist immens ermuedend!), gings eigentlich erst so richtig los mit unserer Reise durch Australien. Und um uns so richtig einzustimmen, fuhren wir erst mal in den Blue Mountains N.P.. Uebrigens ist hier jeder gruene Busch ein Nationalpark, also wundert Euch nicht wenn wir immer von N.P.'s reden! Die Blue Mountains waren wirklich sehr erholsam - aber keineswegs wie das Australien welches man sich so vorstellt! Ein riesiger Canyon mit Busch zugedeckt, fast ein bisschen wie der Grand Canyon in den USA. Natuerlich noch nicht sooooo gross und tief, aber immerhin. Imposant wars auf alle Faelle, und die Stille dort tat unseren Ohren einfach nur gut! Aber wir haben dort oben geschwitzt, unglaublich... Bei 35 Grad Treppen steigen ist nicht sehr lustig, und es hatte enorm viele Treppen!

Nach den Blue Mountains gings zurueck an die Westkueste, in den Royal N.P.. Wirklich ein kleines Juwel von einem Park! Leider hat das Wetter am zweiten Tag nicht so mitgespielt, deshalb haben wir keine guten Bilder davon. Ein ziemlich geniales Erlebnis war der ploetzlich aus dem Nichts auftauchende, mindestens 1.50m lange Varan! Wir haben ziemlich bloed geschaut als der gemuetlich neben unserem Busslein vorbeiging... Gemuetlich fuhren wir weiter gen Sueden, und wir machten Halt in der Jervis Bay. Und stellt Euch vor, es hat geregnet!!! Die fantastischen grauen Straende waeren normalerweise strahlend weiss (zaehlen zu den weissesten Straenden der Welt) und das fadgruene Wasser bei Sonnenlicht tuerkisblau! Aber wir genossen unseren Aufenthalt dort trotzdem sehr, und wir konnten in Regenpausen ausgedehnte Spaziergaenge am endlosen Strand entlang machen. Am naechste Tag schien ab und zu fast ein bisschen die Sonne, und wir konnten immerhin annaehernd ein Foeteli schiessen wies eben hier waere wenn...

Weiter fuhren wir weg von der Kueste ins Landesinnere. Schliesslich wollten wir doch der Hauptstadt Australiens noch einen Besuch abstatten - Canberra! Stellt Eucht vor, Canberra wurde schlicht aus dem Boden gestampft um nun die Hauptstadt von Australien zu sein. Dies nur, um dem Streit zwischen den bereits bestehenden Staedten Sydney und Melbourne aus dem Weg zu gehen! Witzig war unser Besuch auf dem Visitor Info. Der aeltere Herr dort fand uns wohl symphatisch oder so, auf alle Faelle hat er sein ganzes Koennen und seine ganze Ueberzeugungskraft ausgespielt! Wenns nach ihm ginge sollte man mindestens zwoelf Tage in Canberra verbringen, sooooo viel habe diese Stadt zu bieten! Und sowieso und ueberhaupt, er gab uns eine riesige Liste mit Sehenswuerdigkeiten, er zeichnete skizzierte Strassen und Ecken, der Mann war schlicht herrlich! Trotzdem. Wir blieben nur zwei Tage dort. Aber immerhin besuchten wir das neue Parlamentsgebaeude und machten sogar eine gefuehrte Tour mit! Gar nicht so uninteressant was dort wie und wo entschieden wird, ist also empfehlenswert!

Danach kam ein absolutes Highlight. Wir besuchten den Murramarang N.P. - dort sollte es freie und zutrauliche Kangurus geben! Und wie es die gab! Wir uebernachteten auf einem absolut genialen Campingplatz, welchen wir mit dutzenden von Kangurus teilten! Diese Tiere sind ja fuer uns Europaer wirklich etwas ganz besonderes, und wir beobachteten sie den ganzen Tag lang. Als dann Marcel sogar noch eine Mutter mit dem Kleinen im Beutel entdeckte, flippten wir fast voellig aus - natuerlich im gemaessigten Rahmen smile Ach uebrigens - wir machten noch einen kleinen Ausflug nach Durras. Dort gabs auch einige Kangurus (die am Strand schliefen), aber noch viel witziger waren die farbenfrohen Voegel! Na ja, wenn man immer gefuettert wird, verliert man mit der Zeit die Angst gegenueber dem Menschen... Und so kamen die froehlich zwitschernden Voegel auch zu uns und setzten sich ohne wenn und aber auf unsere Schoss, den Arm oder gar auf die Schulter (siehe Foeteli). Herrlich! Bei uns gibts diese Voegel ja nur im Zoo - und hier fliegen sie zu Hauff frei herum!

Nach diesem tollen Ereignis kam gerade das naechste! Waehrend der Fahrt Richtung Victoria wollten wir einen gemuetlichen Mittagshalt einlegen. Wir hatten ein Bild auf einem Touristenheftlein gesehen, die sogenannte Mystery Bay. Ach, wenn Euch rauhe Kuesten, menschenleere Straende und wildes Meer faszinieren, dann seid Ihr dort richtig! Es war ein ziemlich langer Mittagsaufenthalt, aber wohl der schoenste bis jetzt...

Im Bournda N.P. konnten wir dann enlich den ersten groesseren Walk machen (ca. 2 Std. wow!). Aber es war wirklich herrlich dort, und nachdem wir keine einzige Schlange auf dem Buschpfad entdeckt hatten, erreichten wir eine tolle tiefblaue Lagune. Und gleich daneben ein weiterer endloser Strand mit meterhohen Wellen... Tiiiiief durchatmen, wunderbar...

Nach weiteren tollen Mittagshalten und kurzen Abstechern ans Meer, erreichten wir schon Victoria. Und unser naechstes Highlight folgte sogleich! Auf einer kleinen Insel fanden wir freie Koalas in den Eukalyptusbaeumen! Diese putzigen Kerlchen sind einfach unglaublich suess, es gibt wohl gar keine treffenden Worte um sie zu beschreiben! Faul sitzen sie waehrend 20 Stunden am Tag irgendwo in einer Astgabel und schlafen. Eine Stunde des Tages brauchen sie um sich gemuetlich zu bewegen - und drei Stunden um Eukalyptusblaetter zu fressen! Wir waren schlicht begeistert, und am Abend tat uns fast der Nacken weh vom ewigen hochschauen!!! Spaeter besuchten wir uebrigens noch das Koala Sanctury auf Philippe Island. Dort sagen wir die Schnuckel dann noch von sehr nahe, und es gab ein paar gute Schnappschuesse wink


Nach den Koalas gabs noch einen tollen Tag im Wilsons Promontery N.P.. Leider war der Himmel ziemlich bedeckt, was wiederum bedeutet, dass Ihr keine wirklich tollen Foeteli sehen koennt. Aber es war wunderbar, und endlich konnten wir auch unsere Beine wieder mal richtig gebrauchen (tolle Wanderungen, viel Buschland, Mangrovenwaelder, riesige runde Steine ueberall...).

Und so gelangten wir schlussendlich nach Philipp Island - die Touristenattraktion von Victoria! Pro Jahr besuchen 3,5 Mio Menschen die winzige Insel - vor allem um die Pinguinparade, die Koalas und die Seerobben zu beobachten. Und so dachten wir, dieser Insel sollten auch wir einen Besuch abstatten! Die Zwergpunguine waren wirklich ein Besuch wert - vor allem weil wir so extrem viele zu Gesicht bekamen! Ca 180 Stk. kamen am Abend vom Meer zurueck, absolut toll! Und mausernde Pingus konnten wir ebenfalls sehen - so was lustiges, verlieren alle Federn und sehen im wahrsten Sinne des Wortes aus wie gerupft smile

Wir koennten noch viel mehr schreiben... Viele kleine Dinge, die das Reisen hier interessant und herrlich machen! Ach ja, die Spinnen... Eine hatte Eliane eines Nachts auf dem Kopf - war zwar eine kleine, aber man weiss ja nie! Zum Glueck konnten wir sie toeten (sorry an alle Tierliebhaber!). Und eine ziemlich grosse sahen wir in der Naehe zu Sydney in einem Park - sie hing zufrieden in einem riiiiiiesigen Netz und wartete auf Beute. Aber je groesser desto...

Jetzt sitzen wir also in Melbourne, der flaechenmaessig wohl groessten Stadt der Welt!!! Wir fuehlen uns hier nicht sehr wohl, und wir freuen uns schon, wenn wir Morgen wieder das Weite suchen koennen... Ausserdem findet dieses Wochendende der F1 GP von Australien hier statt - die Stadt platzt schon jetzt fast aus allen Naehten!!! Wir melden uns wieder, und lasst es Euch gut gehen!!! e&m
20) Eliane & Marcel 
Ort:
Sydney
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Donnerstag, 19 Februar 2004 05:45 Kommentar schreiben

Richtig, wir sind bereits in Australien!!!

Aber Neuseeland wollen wir so abschliessen wie es sich gehoert, deshalb hier noch der letzte Reisebericht vom Land der tausend Moeglichkeiten...

Ja ja, der Regen... Wir wurden ziemlich verfolgt vom nassfeuchten Wetter, aber wir haben wirklich versucht das Beste daraus zu machen! So sind wir dann am 2.2. in den Abel Tasman N.P. gefahren - wenigstens eine Tageswanderung wollten wir dort in Angriff nehmen - wenn schon der Coastal Track schlussendlich nicht geklappt hat (alle Huetten ausgebucht wegen Waitangi Weekend...). Die Strasse nach Totaranui war recht aufregend, besser gesagt schon fast etwas beaengstigend! Es hatte ja viiiiiel geregnet, und teilweise waren grosse Schutthaufen auf der lehmigen Strasse... Ausserdem sahen die steilen Lehmwaende neben der Strasse nicht gerade vertrauenserweckend aus! Aber wir schafften es - und konnten am naechsten Tag tatsaechlich noch eine Tageswanderung machen - endlich 5 Std. kein Regen smile

Gleich am naechsten Tag haben wir uns noch fuer eine Kajaktour eingeschrieben. Die Wettervorhersage war schlicht genial, und wir wollten es einfach wagen! Der Vormittag war absolut genial. Nach genauer Instruktion gings los, und wir paddelten durch wunderbare verlassne Buchten des Abel Tasman N.P.. Kajakfahren ist gar nicht soooo einfach, vor allem wenn man gegen Neuseelaender antreten muss (die waren einfach immer extrem schnell, obwohl sie nie schneller gepaddelt haben als wir, hmmmmmmm...). Leider fings dann am Nachmittag wieder mal an zu regnen - es war zum davonlaufen. Wir wurden klitschnass, was eigentlich kein Problem gewesen waere, aber dann kam noch die Kaelte dazu. Wir froren uns echt fast was ab, und als wir endlich wieder beim Zeltplatz waren, konnten wir uns mit einer langen warmen Dusche aufwaermen! Na ja, einen gehoerigen Schnupfen haben wir uns trotzdem geholt...

Nach diesen Abenteuern steuerten wir zurueck nach Picton, wo wir uns noch wegen des Queen Charlotte Track erkundigen wollten. Aber irgendwie waren uns die Tracks in Neuseeland einfach schlecht gesinnt, denn auch dieser war ausgebucht (wir wollten diesen mitten im Waitangi Weekend machen, unmoeglich in Neuseeland, da lassen sie die Kiwis raus...). Irgendwann beschlossen wir, Neuseeland halt ohne Great Walk zu verlassen. Immerhin konnten wir noch eine tolle Wanderung um Picton herum machen, und zu allem schien noch die Sonne - es war herrlich!

Danach fuhren wir mehr oder weniger nur noch in Neuseeland herum und verfolgten das gute Wetter! So gings nochmals nach Havelock zum Muschelessen (gell Iris - danke an dieser Stelle fuer deinen Eintrag!) und via Nelson N.P. auf den Lewis Pass. Waehrend eines extrem Regenschauers konnten wir uns dort oben in den heissen Quellen vergnuegen, wirklich empfehlenswert wink



Bei der Rakaia George wollten wirs nochmals mit einer laengeren Wanderung versuchen. Aber wie dem so sei, nach einer halben Stunde Gehen fing es wieder in Stroemen an zu r... - und bei Eliane machte sich eine Blasenentzuendung bemerkbar, wunderbar! Da gabs nur noch eines: Ein warmes Motelzimmer mit Fernseher und 5 L heissen Tee... Es hat genuetzt!

Irgendwann landeten wir nochmal beim Lake Tekapo - und hatten wunderbares Wetter, yeah! So machten wir nochmals die geniale Wanderung zum Mt. John hoch und sogen die einmalige Farbe des Sees in uns auf. Es war schlicht atemberaubend - wie der Lake Takapo eben so ist!

Und unsere Reise brachte uns doch noch einmal nach Wanaka, und siehe da, auch hier hatten wir tolles Wetter und konnten eine wirklich schoene Wanderung zum Diamond Lake machen. Von dort aus konnten wir sogar die imposante Bergkette mit dem Mt. Aspiring sehen. Ach ja, dieser Mt. Aspiring - jeder der nach Neuseeland geht sollte diesen Berg unbedingt naeher betrachten, wir finden er macht dem Mt. Cook definitiv ernsthaft Konkurenz!

Das letzte geniale Ziel unserer Reise war wieder mal ein verlassenes Goldgraeberdoerfchen irgendwo in den Pampas (drei Einwohner und Gespenster!). Der kleine See gleich neben dem Dorf ist ein Bijou - vor allem um unheimlich tolle Bilder zu schiessen. Es hatte an diesem Tag leider etwas viel Wolken welche die Farbe des Sees nicht richtig zur Geltung kommen liessen. Aber trotzdem - einige Foeteli konnten wir dort oben noch schiessen - und vor allem konnten wir die Stille und Einsamkeit noch so richtig geniessen, wunderbar!!! Wer jetzt gerne wissen moechte wo sich dieses Bijou befindet, der soll sich persoenlich mit uns in Verbindung setzen, denn dieser Ort ist definitiv ein Geheimtipp smile


Die letzte Nacht in unserem Busslein verbrachten wir bei Moeraki, auf dem tollen von Schweizern gefuehrten Campingplatz. Wir brauchten unser restliches Mehl auf um noch einmal knuspriges Brot zu backen und misteten unser Gefaehrt aus. Zwei Tage spaeter mussten wir unser AZP 615 abgeben, sniff... Ein bisschen Wehmut war schon dabei - aber lange Zeit zum Nachdenken blieb nicht. Unsere Rucksaecke mussten noch gepackt werden - immer eine etwas muehsame Angelegenheit! Immer wieder fragt man sich: Wie zum teufel haben wir denn in der Schweiz sooooo viele Sachen in diese Rucksaecke gebracht? Sind sie wohl geschrumpft???
Nun, wir habens dank Gerit (merci, bist ein Schatz!!!) am 14.2.04 um 05.00h an den Flughafen von Christchurch geschafft. Und sind planmaessig von Neuseeland abgeflogen...

So vergeht die Zeit. Und schon sitzen wir in Australien, in dieser absolut verrueckten Stadt Sydney! Neuseeland war definitiv eine Reise Wert - und wir werden schlussendlich nur noch das Gute in Erinnerung behalten. Und Gutes, Unvergessliches, Unglaubliches, Unfassbares, Geniales, Atemberaubendes - davon gibt es in Neuseeland genug, glaubt uns!!!!!!!!

Wir freuen uns nun sehr auf die Abenteuer hier. Schon Sydney hat uns fast aus den Socken gehauen - eine absolut geniale Stadt, mit nichts zu vergleichen was wir schon gesehen haben! Unser Gefaehrt konnten wir auch schon in Empfang nehmen, und stellt Euch vor, wir koennen darin aufrecht stehen - ein extremer Fortschritt zu unserem Schnuckelbus in Neuseeland wink


Tja, wir melden uns wieder - und hoffentlich bald mit den ersten Bilder vom Roten Kontinenten! Passt alle auf Euch auf! Herzliche Gruesse aus Sydney, e & m
19) iris 
schuster-iris@t-online.de
Ort:
frankfurt
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Mittwoch, 18 Februar 2004 16:45 Kommentar schreiben E-Mail senden

Hallo Ihr zwei,

nach unserer Tour in den Marlborought Sound hatte ich ja wirklich die Nase von Sandflyers voll. Leider gab es anschließend auf den Cook Inseln ebenfalls unendlich viele davon. Zum Abschluß meiner Reise habe ich Harbor Bright Climting in Sydney gemacht. Wie ich dort oben stand habe ich gedacht nie wieder zurück nach D-Land aber leider hat alles mal ein Ende. Mittlerweile ist der gleiche Stress wie immer, obwohl hier einige sagen ich sei ja immer noch gedanklich in Neuseeland ich glaube das stimmt.
Ich werde Eure Reise ein wenig weiter verfolgen wünsche Euch alles alles liebe und gute bleibt gesund Eure Iris aus Frankfurt
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